Es gärt . . .

Dr. Johannes Hertrampf – 28.01.2015

Die Volksseele gärt. Nicht unter der Decke wie bisher, sondern öffentlich auf der Straße. Das ist neu und ging sehr schnell. Der Protest richtet sich gegen die Politik der Bundesregierung. Nach dem er so Fuß gefasst hat, lässt er sich nicht mehr unterdrücken.

Die politische Führung, Regierung und Opposition, hat sofort erkannt, dass dieser Protest, wenn er zu einer deutschlandweiten Volksbewegung heranwächst, die politische Ausrichtung der Bundesrepublik von Grund auf verändern kann. Bundeskanzlerin Merkel hat daher von Anfang an die Pegida-Bewegung und ihre Ableger offen bekämpft und alle Parteien und gesellschaftlichen Kräfte aufgefordert, sich hinter die Regierung zu stellen.

Ihre Devise lautet: Es gibt keinen Dialog und kein Zugeständnis, es gibt nur Zurückweisung auf breiter Front. Und diese Devise wurde durchgesetzt, auf Bundes- und Landesebene, in den Kommunen, bei den Medien, kulturellen Institutionen und bei den Kirchen. Daran hat auch der Besuch von Vizekanzler D. Gabriel in Dresden nichts geändert.

Sein Anliegen war nicht, eine Kurskorrektur der Regierung zu signalisieren, sondern die Pegida-Bewegung zu paralysieren. Sie wird nach wie vor in den Medien als eine rechte islam- und ausländerfeindliche Kraft abgestempelt, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Ordnung der Bundesrepublik Deutschland wendet. Doch alle Anstrengungen, die gegen Pegida unternommen werden, von der Medienhetze bis zu den staatlich inszenierten Gegendemonstrationen, haben eine Schwäche, sie sind nicht glaubwürdig.     

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