An die Staatsanwaltschaft Berlin 

Gerd Medger 

Räcknitzhöhe 57 

01217 Dresden 

Telefon: 0351 – 26 73 11 08 

dresden@gerd-medger.de 

Dresden, den 29. Mai 2017 

An die 

Staatsanwaltschaft Berlin 

Turmstraße 91 

10559 Berlin 

per Fernkopie: 030 90 14 33 10 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

ich stelle hiermit Strafanzeige / Strafantrag wegen des Verdachts der üblen Nachrede (StGB § 186) und der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener (StGB § 189) 

gegen Frau Dr. Margot Käßmann, „Botschafterin“ der EKD, Berlin. 

Begründung: 

Anläßlich ihres Auftrittes und ihrer Rede auf dem evangelischen Kirchentag äußerte sich Frau Käßmann in verletzender Weise, die ich nicht anerkennen kann und nicht anerkennen will, über alle Deutschen. 

Frau Käßmann vermied es, auf besonnene Art kritisch zu abweichenden politischen Meinungen Stellung zu nehmen und griff stattdessen einen Punkt des Parteiprogramms der „Alternative für Deutschland“ heraus, um anhand dessen verunglimpfende und beleidigende Angriffe gegen Millionen von deutschstämmigen Bürgern dieses Landes zu formulieren. 

Wörtlich sagte sie laut den angegebenen Quellen: 

“Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht’.“ 

Meine Eltern und Großeltern sind Deutsche aber ich kann nicht erkennen, daß ich diese deswegen zu verachten habe oder verachten muß. Schließlich haben auch diese das Land mit aufgebaut. Auch lasse ich diese nicht von einer Frau Käßmann beleidigen oder herabsetzen. 

Mit dieser Aussage hat Frau Käßmann meine Großeltern, Eltern und auch mich getroffen. 

Ich sehe in dieser Äußerung eindeutig einen Aufruf, die eigenen Eltern und Großeltern als Schuldige zu verachten oder gar zu kriminalisieren. Das nur, weil diese in einer zeitgeschichtlichen Epoche lebten, die sie sich nicht aussuchen konnten. 

Auch die von ihr bewußt verschwommen gewählte Formulierung „woher der braune Wind wirklich weht“ kann nicht darüber hinwegtäuschen, was sie damit meint. Sie konstruiert damit aus der Herkunft des von ihr genannten Personenkreises einen politischen Schuldvorwurf sowohl an meine Großeltern, an meine Eltern als auch an uns alle selbst. 

Daraus folgt mithin eindeutig die Schlußfolgerung, daß diese Schuld zwangsweise weitervererbt und zu einem „braunen Wind“ wird. 

Aussagen vieler Politiker und Juristen aus den letzten Jahrzehnten zeigen aber ganz eindeutig, daß so etwas zu behaupten kompletter Unfug ist. Auch aus wissenschaftlicher Hinsicht ist eine solche „Erbschuld“ nicht haltbar und muß deshalb auf das Entschiedenste zurückgewiesen werden. 

Auch wenn Frau Käßmann sich mit einer unscharfen Formulierung aus der Verantwortung stehlen will, ist sie dennoch dafür voll verantwortlich zu machen. 

Quellen für ihre Aussage: 

  •  https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2017/05/2017_05_26_2 
  •  http://www.epochtimes.de/politik/welt/margot-kaessmann-bezeichnet-bundesbuerger-mit-zwei-deutschen-eltern-und-vier-deutschen-grosseltern-als-nazis-a2128314.html 

Angesichts ihres Bekanntheitsgrades und ihrer beruflichen Position kann eine solche Äußerung nur als Provokation aller abstammungsmäßig als Deutsche zu bezeichnenden Bürger unseres Landes gemeint sein. 

Wenn auf Kirchentagen, deren Sinn und Ziel ja durch ganz andere Inhalte geprägt sein sollte, mitunter politisiert wird, muß den dort beteiligten Rednern klar sein, welche Grenzen einzuhalten sind, wenn sie sich in politische Bereiche einmischen. Eine solche Grenze hat Frau Käßmann eindeutig überschritten und muß deshalb dafür zur Verantwortung gezogen werden. 

Mit freundlichen Grüßen 

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