Kommentar zu fde-tacheles-reden.de

Kommentar zu fde-tacheles-reden.de
Autor: Hermann d.E.
E-Mail: infopost@meine-wahrheit-deine-wahrheit.de

Zum Original-Beitrag . . .

Stimmt ja so alles!

Soviel ich weiß, haben wir ein von den Besatzungsmächten aufgedrücktes Verhältnis-Wahlsystem. Dieses System zieht seine Legitimation aus der Wahlbeteiligung. Würde diese unter 50% rutschen, kämen die Parteien in Erklärungsnot. Nicht umsonst betreiben sie Wahlwerbung und senken das Wahlalter auf 16 herunter. Damit auch möglichst viele der gehirngewaschenen Jugendlichen ihre Zukunft – die Abschaffung der Deutschen – mitbestimmen können.
In unserem Wahlsystem kann man davon ausgehen, dass neue Parteien nur dann entstehen können, wenn sie dieses System und seine Spielregeln akzeptieren. Andernfalls würden sie mit ALLEN Mitteln bekämpft werden. Werden nicht ALLE Mittel eingesetzt, kann man davon ausgehen, dass die Neuen zwar nicht gern gesehen – weil zusätzlicher Mitesser am Futtertrog- aber scheinbar als systemkonform gelten. Von daher – weil sie wohl kaum eine absolute Mehrheit erreichen würde – müsste sie koalitionsfähig sein, sich also inhaltlich verwässern.

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Umdenken

Johannes Hertrampf  – 10.07.2017

Die G20 ist kein demokratisch legitimiertes Organ zur Erarbeitung gemeinsamer Schwerpunkte der Völker-gemeinschaft. Die G20 ist eine vom Steuerzahler bezahlte Initiative des Westens, um seinen Führungs-anspruch durchzusetzen. Es geht um gemeinsame Sichten zu vorgegebenen Schwerpunkten, die im Zuge der Globalisierung in Richtung „Eine-Welt-Regierung“ auftreten. In Hamburg waren es vor allem der Freihandel und das Klima. Diese beiden Probleme waren ausgewählt worden, weil D. Trump die bisherige Sichtweise  kategorisch ablehnt. Das Ziel dieses Gipfels war, Trump zu isolieren und zu disziplinieren. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Trump stand im Mittelpunkt des Treffens, aber nicht als Geächteter und Bereuender, sondern als überzeugter Politiker der Großmacht USA, der unbeirrbar an seiner Agenda festhält. Darüber waren sich alle Kommentatoren der Weltpresse einig. Trump, Putin und Xi Jinping waren die drei markanten Persönlichkeiten auf diesem Gipfel, deren Besonnenheit mit viel Sympathie von den Völkern zur Kenntnis genommen wird. Dass Putin und Trump sich dann erstmals zu einem langen und freundschaftlichen Gespräch trafen, war für die Gegner der Trump‘schen Agenda, zu denen eben auch A. Merkel gehört, eine bittere Pille. Und nicht nur das. Dieses Zusammentreffen war ein Zeichen für den beiderseitigen Willen zu einer dauerhaften partnerschaftlichen Zusammenarbeit, im Besonderen betreffend die friedliche Lösung des Syrien-Konfliktes.

Die Vorbehalte gegen D. Trump nehmen ab. Allmählich dämmert es in einigen Köpfen. Die schroffe Ablehnung des amerikanischen Präsidenten wird porös und beginnt zu bröckeln. Die deutschen Politiker und die Medien ahnen, dass sie sich gegen die neue Führung der USA nicht durchsetzen können. Die volksverhetzenden und unverhüllt hämischen Äußerungen und Kommentare, die nach der Präsidentenwahl von den Medien verbreitet wurden, werden spürbar zurückgezogen.

Trotzdem, die Sache ist noch nicht erledigt. Bundeskanzlerin Merkel sieht sich in der Rolle der ersten Wort-führerin der internationalen Kritik am amerikanischen Präsidenten. Diese selbsternannte Führungsrolle ist insofern peinlich, da ihr kein einflussreicher Politiker auf der Weltbühne Beifall spendet. Sie hat keine politischen Erfolge aufzuweisen und stößt bei den Völkern Europas auf Unverständnis und Ablehnung. Sie verkennt völlig die veränderte Weltlage. Die kurzzeitige Euphorie des Westens nach dem Niedergang des Sozialismus ist längst verflogen. Der Führungsanspruch ließ sich nicht durchsetzen. Die USA haben mit ihrer Politik maßgeblich zu dieser Erkenntnis beigetragen. Ein Führungsanspruch ist eben nicht mehr zeitgemäß. Aber der EU schwebt noch immer diese Wahnvorstellung vor. Sie führt sich auf, als wäre sie auserwählt, mit Merkel an der Spitze den Völkern und Staaten ihren Willen aufzuzwingen.

Im Verständnis der Wirklichkeit hat sich ein großer Unterschied zwischen der EU und den tatsächlichen Großmächten der Gegenwart, USA, China und Russland aufgetan. Bei diesen setzt sich die Erkenntnis durch, dass mit einem neuen Kapitel internationaler Beziehungen begonnen werden muss. Die Völker lehnen eine Politik, die zu Spannungen, Konflikten und Kriegen führt, ab. Sie wollen eine Welt des Friedens, der Achtung vor Mensch und Natur, in der sie ihre individuellen Anlagen ausbilden und jeder seinen persönlichen Sinn des Lebens findet. Sie wollen die Zeit von Hass und Angst, von Rivalität und Überlebenskampf  hinter sich lassen. Sie wollen ein Leben in Sicherheit und Überschaubarkeit. Wer diesem Verlangen nicht Rechnung trägt, der hat den Zeitgeist nicht verstanden, der stößt auf wachsenden Widerstand. Dieses Verlangen ist keine illusionäre Sehnsucht, sondern geistige Voraussetzung für ein höheres intensives schöpferisches Dasein des Menschen.

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​Hinter der Krise  

Johannes Hertrampf – 12.06.2017

Der Westen, so wie er sich während des Kalten Krieges eingerichtet hat, zerbricht wie ein Stück morsches Holz. Was im Ostblock durch Gorbatschow ausgelöst wurde, war das Vorbeben der großen Welterschütterung, die nun durch D. Trump eingeleitet wird. Sie wird sich über Generationen hinziehen und alle Völker und Staaten erfassen. Der vom Westen ungewollte Umbruch der Weltgeschichte hat begonnen.

Die Führer der westlichen Welt sind nicht in der Lage, einen auch nur halbwegs konstruktiven Gedanken zum Geschehen beizusteuern, geschweige denn, dass sie eine Erklärung geben können. In Ihren Augen ist Trump ein Außenseiter, der vom politischen Alltagsgeschäft keine Ahnung hat. Sie unterstellen ihm ihre eigene Geisteshaltung, die verantwortungslose Vorteilsnahme, die mit der Welt beliebig umspringt, denn das Recht des Stärkeren bestimme die Ordnung. Ist denn die Welt im Zwanzigsten Jahrhundert nicht zu Gunsten des Westens gelaufen, weil er der Überlegenere war? War er nicht letzten Endes der große Gewinner? „Nichts kann uns aufhalten!“ – diese Devise von Merkel ist Ausdruck eines unbegrenzten Machtwahns, der den Anspruch erhebt, die Führung wieder nach Europa zurückzuholen.
Die westlichen Führer anerkennen keine geschichtliche Notwendigkeit, sie sind die Lenker der Geschichte, ihr Wille ist die Notwendigkeit. Sie sind Gesetzesmacher. Sie sind rücksichtslos. Berücksichtigung ist für sie Rechtfertigung, also Bestätigung, nicht Voraussetzung. Deshalb brauchen sie auch keine Gesellschafts-wissenschaft, die auf Erkenntnis der objektiven Zusammenhänge im Wirken der Gesellschaft gerichtet ist. Der Wille der Herrschenden ist ihrer Ansicht nach das Maß der Bewegung. Sie hinterfragen nicht. Sie analysieren nicht, auch nicht in der Geschichte, sondern behaupten. Ihre Beweiskraft liegt in der Redekunst, nicht im logischen Schluss. Ihre Begründungen sind ihre Ansprüche, haben nichts mit Wissenschaft zu tun.
Doch die Wirklichkeit folgt Gesetzen, die sich um den Willen der Menschen nicht scheren. Und nun überschlagen sich die Ereignisse. Das Tempo ist schneller, als die Menschen folgen können, zumal die Medien den Boden der sachlichen Erörterung verlassen haben. Wer hatte einen D. Trump vorausgesehen? Wer hatte vorausgesehen, dass ausgerechnet Deutschland, der gefügigste Vasall der USA, das Treueversprechen gegenüber den USA aufkündigt, weil nun die USA sich selbst daran machen, die Konstruktionen des Kalten Krieges zu liquidieren. Bei dem ganzen Geschrei gegen D. Trump geht es doch um diese Frage: die Menschheit braucht das Ende des Kalten Krieges, nicht nur in Worten, sondern als praktische Bereinigung der politischen Wirklichkeit. Die Führer der westlichen Welt wollen dagegen die Fortsetzung des Kalten Krieges, mit seinen Regeln und Institutionen. All das darf nicht pauschal verworfen werden, sondern gehört auf den Prüfstand, um das Unzeitgemäße zu erkennen und zu entsorgen. Deutschland und Europa müssen entrümpelt werden. Die Voraussetzungen des Kalten Krieges gibt es nicht mehr. Folglich muss man sich von dem teuren und gefährlichen Ballast trennen, denn das Überholte zu nutzen, ist nicht nur teuer, es ist gefährlich, weil es Verwirrung stiftet. Jeder Krieg ist eine Zeit gesellschaftlicher Erstarrung, geistiger Unbeweglichkeit. Das gilt auch für den Kalten Krieg. Er hat die Welt nachhaltiger belastet als häufig gedacht wird. Er hat sogar maßgeblich die Opposition gezeichnet, insofern sie im Ost-West-Konflikt befangen war. In den Köpfen spukt aus dieser Zeit noch vieles herum, nicht nur bei den Herrschenden. Und das erschwert das Finden der richtigen Orientierung bzw. desorientiert die Opposition.
Die westlichen Politiker haben in der  Gedankenwelt des Kalten Krieges Karriere gemacht. Sie haben ihn selbst geführt, denn er war ihr Auftrag. Ihn zu führen, haben sie gelernt. Und nun soll dieser Auftrag wegfallen? Sich umzuorientieren, ist ihnen fremd. Sie haben das ungute Gefühl, sie kämen nicht mehr auf die Füße. D. Trump verbreitet Unsicherheit, die sie nicht kennen. Sie haben Unsicherheit verbreitet, aber nie selbst erlebt. Insofern ist ihnen Trump unheimlich. Er führt sie vor – als obskure Gestalten von gestern.

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Den eigenen Weg gehen

Johannes Hertrampf – 10.05.2017

Nach dem Ost-West-Konflikt glaubten die meisten, dass eine Ära anbrechen würde, in der menschheits-bedrohende Konflikte nicht mehr vorkommen. Sie verkannten den Grund des Ost-West-Konflikts, der mit dem Niedergang des Sozialismus nicht verschwunden war und folglich zu neuen erschütternden Krisen führen musste. Die Krise der Zivilisation mit dem Sozialismus zu über-winden, war ein vergeblicher Versuch, weil diese Krise finalen Charakter trägt und folglich nicht eine neue zivilisatorische Ordnung die bürgerlich-kapitalistische Ordnung ablösen kann. Der Sozialismus sollte die positive Vollendung der Zivilisation sein, die es aber gar nicht gibt. Demzufolge kann die Aufgabe nur darin bestehen, eine politische Bewegung aufzubauen, die den Reformweg in die post-zivilisatorische Ära einschlägt. Sie muss eine klare Vorstellung von ihrer geschichtlichen Rolle besitzen. Je umfassender sie sich dieser Aufgabe stellt, desto rationeller verläuft der Übergang. Es ist letzten Endes der technische Fortschritt, der diesen gigantischen Vorgang in Bewegung setzt.

Was zunächst selbstverständlich schien, dass nach dem Niedergang des Sozialismus der Westen das internationale Geschehen bestimmen würde, ist nicht eingetroffen. Mit dem Wegbrechen des Sozialismus beschleunigten sich die Zerfallserscheinungen in der westlichen Welt. Die westlichen Staaten sind seitdem nicht mehr in der Lage, ihre inneren Verhältnisse zu stabilisieren. Das trifft in besonderem Maße für die USA und die westeuropäischen Länder zu.

In den Ländern der westlichen Zivilisation grassiert die Spaltung. Sie ist nicht von außen hineingetragen worden, sondern kommt von innen her, als Resultat des Widerspruchs zwischen technischem Fortschritt und ihm nicht adäquaten gesellschaftlichen Verhältnissen. Diese Länder stehen unter hohem Reformdruck, haben keine überzeugenden Vorstellungen, wie es weitergehen soll. Was sie als Zukunftsbild entwickeln, wird von der Mehrheit der Westeuropäer nicht angenommen. Das gilt auch für die Franzosen, die soeben einen Bankangestellten zu ihrem Präsidenten gewählt haben und diese Entscheidung bald bereuen werden. Darüber hinaus vergiftet die Spaltung das ganze internationale Klima. Es gibt zwar keine Machtkoalition mehr, die den Völkern und Staaten ihren Weg vorschreiben kann, dennoch ruft die Torschlusspanik des Westens in den anderen Teilen der Welt Irritationen hervor.

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Deutschland und Europa

Johannes Hertrampf – 28.03.2017

 

Die deutsche Politik verteidigt Zustände, die nicht mehr existieren – die Vorherrschaft des Westens in der Welt. Mit Propaganda und Billiggeld aus der EZB schiebt sie den Kollaps der EU hinaus. Sie organisiert Flüchtlingsströme nach Europa mit Schwerpunkt Deutschland. Sie erklärt sich zum Wortführer Europas. Dennoch findet sie keine internationale Anerkennung. Europa zieht sich von Deutschland zurück. Die Isolation, in der die deutsche Politik steckt, bezeugt, dass sie eben nicht Europa inspiriert. Europa will nicht von Deutschland geführt werden. Und die Völker der Welt sehen in Europa kein nachahmenswertes Vorbild. Die Welt des Zwanzigsten Jahrhunderts gehört der Geschichte an. Das Ringen um nationale Befreiung findet im Einundzwanzigsten Jahrhundert seine Fortsetzung und wird noch stärker die Welt verändern, insofern die Völker infolge des intensiven Informationsaustausches die geistigen Voraussetzungen für ihre Befreiung erweitern und vertiefen.
Als der Kommunismus zusammenbrach, hielt sich der Westen für den Sieger der Geschichte, der nun freie Hand hatte. Er ging daran, Europa so umzugestalten, damit nie wieder das eigene Bild zur Disposition stehen  würde. Unter Patronage der USA sollte Europa zu einem Kontinent werden, der endgültig die Überlegenheit der westlichen Welt beweist und als Ordnungsmacht agiert. Dazu galt es, Europa zu vereinheitlichen, man nannte das die Integration Europas – politisch, wirtschaftlich, finanziell, kulturell, militärisch. Europa sollte mit einer Stimme und künftig auch in einer Sprache sprechen. Fortschritt der Integration bedeutete somit Verschwinden der nationalstaatlichen Vielfalt. Der Nationalstaat sei zu klein, um globale Probleme zu überwinden, behaupten die Politiker, ohne die internationale Kooperation auch nur zu erwähnen. Und der Nationalstaat erzeuge Konfliktstoff, aus dem sich Kriege entwickeln, wobei sie vor allem auf die beiden Weltkriege verweisen. Der Nationalstaat gefährde das friedliche Zusammenleben der Völker. Das treffe ganz besonders für den deutschen Nationalstaat zu, denn die Deutschen trügen ein abartiges Gen in sich. Hinter dieser Fassade stehen nicht nur grüne und linke Ideologen, sondern auch die Vertreter der offiziellen Politik. Kurzum, der Nationalstaat ist nach ihrer übereinstimmenden Meinung ein Hindernis der  Globalisierung, was allerdings richtig ist, denn diese „Eine Welt“ muss verhindert werden.
Das Bestreben, die nationale Vielstaatlichkeit Europas zu beseitigen, ist ein Hauptanliegen der EU. Den Völkern Europas werden unentwegt die Vorteile der EU angepriesen – Frieden, Wohlstand, Sicherheit Freizügigkeit, Grenzenlosigkeit, wie jüngst anlässlich des 60. Jahrestages des Abschlusses der Römischen Verträge. In den Genuss dieser Vorzüge sollen sie kommen, wenn sie bereit sind, auf ihre nationalstaatliche Selbständigkeit zu verzichten. Da die Abschaffung der nationalstaatlichen Vielfalt nicht auch gleich die Abschaffung der nationalkulturellen Vielfalt ist, wird hier ein Konflikt zwischen europäischer Ein-Staatlichkeit und europäischer kultureller Vielfalt erzeugt. Der Zusammenhang zwischen Staat und Kultur wird gesprengt. Offensichtlich unterschätzen die Vordenker der EU die konstituierende Kraft der Kultur für die nationale Organisation bzw. haben keine Ahnung davon, dass es sie gibt. Sie begründen ihre Auffassung mit dem Hinweis auf den technischen Fortschritt, der die Staaten und Völker immer näher zusammenrückt, in ihren Augen immer mehr nivelliere – und damit objektiv zum Totengräber der national-kulturellen Vielheit Europas wird. An ihre Stelle trete ein offener Kontinent, ohne nationale Struktur und Zuständigkeit, der mit zentralen Weisungen gelenkt wird. Es gibt keinen historischen Beweis dafür, dass der technische Fortschritt zu einer kulturellen Nivellierung führt, im Gegenteil, er steigert die kulturelle Diversität. Und es gibt keinen Beweis dafür, dass der technische Fortschritt in der politischen Diktatur am besten aufgehoben ist.
Die EU ist ein Gebilde der Herrschaftsgesellschaft. Sie ist das Ergebnis eines über hundert Jahre währenden Anspruchs der USA nach Weltherrschaft, und der Unterwerfung Europas mit dieser Absicht. Mit der EU glaubten die Amerikaner, Europa in Griff zu bekommen. Da aber der Nationalstaat als politische Organisation eine grundlegende Voraussetzung für die Entfaltung der Schöpferkräfte der Völker ist, fällt ihnen nun ihr Ziel auf die Füße. Aus den Katastrophen des Zwanzigsten Jahrhunderts sollte Europa – so die Voraussage – wie der Vogel Phönix aus der Asche aufsteigen und ein leuchtendes Symbol für alle Völker werden. Das Gegenteil trat ein, Europa wurde zum Mühlstein am Hals der Amerikaner. Die Völker wenden sich von diesem Europa ab. Das ist die aufsehenerregende Erkenntnis des neuen amerikanischen Präsidenten D. Trump. 


Bei der europäischen Integration gab es einen Gegenspieler – Russland. Das war so zu Sowjetzeiten und blieb auch danach so. Nach einer Phase der Ratlosigkeit infolge des Zusammenbruchs des Sowjetimperiums gelang es den Russen, mit starkem Nationalbewusstsein einen neuen Staat zu schaffen, der die westlichen Begehrlichkeiten dauerhaft in die Schranken wies. Und von da an war Russland in den Augen des Westens ein Feindstaat, der mit seiner modernen Militärmacht den Westen bedrohe. 

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Zeit der Umbesinnung

Johannes Hertrampf – 08.03.2017

 – nationalstaatliche Wirtschaft –

Die Opposition scheint eine Sisyphusaufgabe zu sein.

Ein Schritt vor, ein Schritt zurück. Und das fortwährend. Die Initiativen reißen nicht ab, obwohl ständig dabei Kräfte verschleißen.  Der Zuwachs an neuen Kräften überwiegt. Das Spiel von Hoffnung und Enttäuschung scheint damit endlos zu sein.

Seit der Gründung der BRD wurde zwar viel demonstriert und kritisiert, aber abgebogen wurde die Linie, die zum heutigen Desaster führte, nicht. Dennoch hat die Kritik an der Politik zugenommen. Obwohl die Politik sich jedes Mal durchgesetzt hat, hat sie an Rückhalt bei den Bürgern verloren. Der Zusammenhalt der Gesellschaft unter ihrer Verantwortung ist brüchig geworden. Außenpolitisch ist sie ohne Einfluss. Die EU befindet sich in Auflösung. Deutschland geht einer heftigen Regierungskrise entgegen. Aber der Ausblick nach einer grundlegenden Änderung ist nicht verheißend. Es sieht eher so aus, dass ein langfristiger, aufreibender Prozess der Selbstzerstörung bevorsteht, der generell nicht unabwendbar, aber nach der gegenwärtigen Sachlage eher wahrscheinlich ist.

Die Opposition richtet sich gegen Vorhaben der Regierung, doch ihre Kritik perlt regelmäßig ab. So die großen Demonstrationen der Friedensbewegung gegen die Stationierung von Atomwaffen, gegen den Nato-Doppelbeschluss, gegen die Nutzung der Kernkraft. Hinzu kommen die zahlreichen kleinen Parteien mit Info-Ständen, Parteitagen, Wahlbeteiligungen und umfangreicher Aufklärungsarbeit. Dem System gelingt es relativ leicht, die Kritik ins Leere laufen zu lassen, ihr Wirken zu begrenzen. Die simpelste Methode ist, die Kritiker werden verschwiegen oder herunter gerechnet. Ab einem öffentlichen Minimum wird die Kritik von den Medien aufgegriffen, zerpflückt und negativ abgestempelt, ohne ihr die Möglichkeit zur Selbstdarstellung zu geben. Die Medien bleiben ihr verschlossen und feindlich gesonnen. Von besonderer Wirkung erwies sich die Rechts-Links-Polarisierung. Da die Linken sich als Verteidiger der sozialen Gerechtigkeit aufführen  und von daher von den sozial Benachteiligten Unterstützung erhalten und gleichzeitig aber den Kampf gegen „Rechts“ an erste Stelle setzen, sind sie für die herrschende Politik ein willkommenes Mittel, die Kritik an ihr zu spalten und zu diskreditieren. Unter Merkels Kanzlerschaft wurde der Kampf gegen Rechts staatlich fest institutionalisiert, indem auf Bundes- und Länderebene Finanzmittel bereitgestellt wurden, aus denen Gelder in ein unübersichtliches Geflecht abfließen, in eine unübersehbare Zahl von Grüppchen und Vereinen, die sich dem postfaktischem Kampf gegen Neofaschismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus verschrieben haben. So berichtete die „Sächsische Zeitung“ am 08.03.2017, dass die Landesregierung ein Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“ mit vielen Millionen Euro Steuergeldern beschlossen hat, um das Demokratieverständnis unter den Bürgern zu verbessern. Dieser Kampf linker Kräfte gegen die rechte Gefahr ist zu einer festen Stütze der offiziellen Politik und zu einem wirksamen Mittel bei der Abwehr der Regierungskritik geworden. Die unverhohlene Ausnutzung linker Kräfte durch die offizielle Politik wäre ohne Korruption der linken und grünen Führer nicht möglich. Es ist ein Novum, dass mit Einsetzen der Flüchtlingskrise sogar jede kritische Stimme ohne analytische Begründung, die einfache Behauptung genügt, in die neofaschistische, fremden-feindliche Ecke gestellt wird. Wer dort aufgespürt wird, wird dort dauerhaft verortet. Da die kritischen Stimmen in Deutschland zunehmen und lauter werden, wächst nach links-grüner Auffassung die rechte Gefahr. Es bestätigt sich die Entdeckung des ehemaligen Bundespräsidenten Gauck, wonach die überwiegende Mehrheit der Deutschen einen rechten Erbfehler in sich trägt und eine Außenseiterrolle in der Menschheitsgeschichte einnimmt.

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Demokratie lernen

Johannes Hertrampf – 12.02.2017

Bei ihrem letzten Besuch in der Türkei betonte Frau Merkel, dass die Opposition zur Demokratie gehört. Klingt gut und schön. Aber die in der Regierung sitzen, sollten sich auch aufmerksam  anhören, was die Opposition sagt, denn das ist ja wohl das mindeste, wenn sie dazu gehört. Wobei unterschieden werden muss zwischen der etablierten parlamentarischen Opposition als Abbild der Regierung, die in den Parlamenten sitzt und darauf aus ist, wieder in die Regierung und wieder an die Staatspfründe zu kommen. Der Streit in den Parlamenten geht darum, wer die gemeinsame politische Linie besser durchsetzen kann. Zu diesem Zweck werden alle möglichen Koalitionen durchgespielt. – Und es gibt die große außerparlamentarische Opposition, deren wichtigstes Aktionsfeld die Straße ist. Parteien, die durch sie in die Parlamente gelangen, stehen vor der Alternative, sich zu etablieren und damit ihre Herkunft zu verleugnen oder ihre Verbundenheit mit der außerparlamentarischen Opposition aufrechtzuerhalten, was zur Folge hat, dass sie von allen etablierten Parteien als nichtregierungsfähig ausgegrenzt werden. Im Verhältnis zur außerparlamentarischen Opposition unterscheidet sich eine alternative Partei vom etablierten Getriebe. Das trifft heute vor allem auf die AfD zu. Bleibt sie weiter in Deckung und geht auf Distanz zur  außerparlamentarischen Opposition, um nicht ins Zwielicht zu geraten, regierungsunfähig zu sein, dann verliert sie ihren alternativen Anspruch. Sie kann diesem nur gerecht werden, wenn sie sich überall den Etablierten entgegenstellt und deren Bannfluch ignoriert. Je überzeugender sie die Etablierten widerlegt, desto mehr gehen deren Schüsse nach hinten los.

Die enge Volksverbundenheit ist ein sicheres Mittel gegen ein allmähliches Abgleiten in etablierten Parlamentarismus. Eine wirkliche Volkspartei sieht ihr eigentliches Aktionsfeld nicht in den Parlamenten, sondern außerhalb dieser. Eine solche volksverbundene außerparlamentarisch begründete Opposition hat Merkel nicht gemeint, denn von ihr hält sie nichts, sonst würde sie die sachliche Erörterung mit solchen Parteien suchen und sie nicht als Gefahr für die Demokratie hinstellen.

Die Verbindung von parlamentarischer und außerparlamentarischer Opposition ist ein wichtiges Merkmal einer volksverbundenen Politik. Die Zustimmung der Bürger ist einer solchen parlamentarischen Opposition wichtiger als die Respektbekundung durch den politischen Gegner nach einer gewonnenen Redeschlacht. Die Ansicht, vor der Wahl möglichst viele Hoffnungen zu nähren, um bei der Wahl die Stimmen der Unzufriedenen für sich zu gewinnen, um dann nach der erfolgreichen Wahl den Etablierten das Fürchten beizubringen, kann nicht gut ausgehen. Wer vor der Wahl die offene Auseinandersetzung scheut, der wird auch nach der Wahl dazu nicht in der Lage sein. Die Berechtigung, im Parlament zu sitzen, muss vor der Wahl erbracht werden. Das Kreuz auf dem Wahlschein ist dann Ergebnis der bestandenen Prüfung.

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Kulturpotenz der ökonomischen Reform

Johannes Hertrampf – 22.01.2017

Die Bundesregierung hat der deutschen Wirtschaft einerseits durch grundsätzliche Entscheidungen großen Schaden zugefügt, andererseits war sie nicht in der Lage, einen Strukturwandel mit echten Innovationen in Gang zu setzen. Die deutsche Wirtschaft läuft Gefahr, ihren guten Ruf zu verlieren und in technischen Rückstand zu verfallen. Skandalöse Rüstungsexporte in politische Problemzonen der Welt sind keine Erfolge, sondern belastende Hypotheken für unser Land. Die Bundesregierung hat nicht die Förderung der deutschen Wirtschaft und das Wohl des deutschen Volkes im Auge. Sie ist bereit, die deutsche Wirtschaft dem internationalen Finanzkapital auszuliefern und dabei die entstehenden Verluste auf das deutsche Volk abzuwälzen. Mit diesem Raub am Bürger erkauft sie sich die Zustimmung der Wirtschaftsverbände für ihre Wirtschaftspolitik. Die Zustimmung der Wirtschaftsverbände ist für sie die Legitimation ihrer Politik gegenüber dem Volk. So kommt es, das die Wirtschaftsführer sich für die Bundespolitik aussprechen, dass sie zuweilen sehr rigoros politische Töne von sich geben. Politik und Wirtschaft spielen zusammen, aber letztlich verlieren dabei die Bürger.

Die Forderungen der Wirtschaft sind ausschließlich vom Interesse der Wirtschaft geprägt, da von ihrer Prosperität Staat und Gesellschaft profitieren. Dieser Argumentation folgend sieht die Bundesregierung ihre Aufgabe darin, in der Öffentlichkeit eine wirtschaftsfreundliche Stimmung zu erzeugen. Und umgekehrt stellt sie bei allen ihren Vorhaben die positiven wirtschaftlichen Effekte in den Vordergrund. Damit erreicht sie, dass die prinzipiellen Erörterungen in den Hintergrund treten und sich die Aufmerksamkeit auf die soziale Belange richtet. Die Einhaltung der sozialen Komponente ist das hinreichende Kriterium linker Politik, das ausgehandelt wird und setzt die grundlegende Zustimmung voraus. Der Lobbyismus, die Beratung der Politik durch Vertreter der Wirtschaft ist dagegen direkter Bestandteil der Regierungsarbeit, dem es um die grundlegende Zustimmung von Regierung und Parlament geht als Voraussetzung lukrativer Parteispenden. Eine solche Politik kann man einen „Abstieg auf Raten“ nennen, der schließlich zur Erschöpfung des Volkes führt.

Die Vorgehensweise ist stereotyp. Einschnitte in das soziale System werden differenziert vorgenommen und mit dem Hinweis auf allgemeine Sparzwänge für unvermeidbar bezeichnet. Die oft gehörte Auffassung, dass eine sichere Zukunft auch Entbehrungen in der Gegenwart abverlangt, wird bei moderaten Eingriffen von den Bürgern akzeptiert, vor allem wenn der Hinweis erfolgt, dass das im Interesse der Kinder liegt. Mit diesem Argument wird geschickt die Verantwortung der Eltern für die Kinder in politische Loyalität umgemünzt. So wird der Verzicht hingenommen, obwohl die Versprechungen sich nie erfüllt haben. Darauf angesprochen erwidern die Politiker, dass nicht absehbare Bedingungen den prognostizierten guten Ausgang verhinderten.

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Kein neuer Irrweg

Johannes Hertrampf – 10.01.2017

In Deutschland tobt eine hartnäckige Auseinandersetzung um die Demokratie. Nicht, dass sich die Gegner der Demokratie offen zur Diktatur bekennen, nein, sie sind bestürzt, über die angebliche Fremdenfeindlichkeit und nationale Beschränktheit. Sie stigmatisieren jede Kritik an der Bundesregierung als rechtsextremes und populistisches Gedankengut. Außenminister Steinmeier warnt vor einer großen Gefahr für Europa, vor Abschottung und Nationalismus. Übersetzt in klares Deutsch: unbedingte Verhinderung der europäischen Politikänderung, Fortsetzung der Selbstzerstörung Europas unter Führung Deutschlands. Steinmeier ist ein Gegner der nationalen Selbstbestimmung. Dass sich die Völker Europas der EU als der europäischen Variante der Globalisierung entledigen könnten, bereitet ihm schlaflose Nächte. Das Ende der EU wäre der Schlussstrich unter die deutsche Vasallenpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg – mit einer vernichtenden Bilanz. Es wäre auch das Ende Steinmeiers als Außenminister.

Obama ist seiner historischen Aufgabe, die Nachkriegspolitik der USA abzustreifen, nicht gerecht geworden. Sein eindringliches „Yes, we can!“ war ein Bluff, mit dem er die Führungsrolle der USA retten wollte. Er begriff nicht, dass genau dieser Anspruch die Existenz der USA untergrub und seine historische Aufgabe vielmehr darin bestand, diese Führungsrolle zu den Akten zu legen. Alle Hoffnungen der USA im vergangenen Jahrhundert, Europa mit Hilfe Deutschlands in ein willfähriges Werkzeug ihrer  Politik zu machen, erwiesen sich als Wahnvorstellung. Auch nicht der letzten Weltmacht der Zivilisation ist es gelungen, sich die ganze Welt unterzuordnen. Die noch heute von den westlichen Ideologen vertretene Auffassung, dass wirtschaftliche Stärke mit politischer Hegemonie einhergeht, kann aus den Lehrbüchern der Geschichte gestrichen werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass bald die heutige Generation noch die Abkehr von diesem Herrschaftsanspruch erleben wird, dass die USA, Russland und China nach dem leidvollen Zwanzigsten Jahrhundert sich für einen respektvollen und friedlichen Umgang miteinander entscheiden werden. Ein zwangsläufiger Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Stärke und politischem Führungsanspruch ist ein  Willenskonstrukt der Herrschenden, das durch die ganze Zivilisation hindurch als selbstverständlich galt. Sich von diesem verhängnisvollen Gedanken zu lösen, wäre ein gewaltiger Schritt nach vorn in eine andere menschliche Ordnung.

Russland und China dürften dazu bereit. Und die USA? Die Aussagen von Trump lassen darauf schließen, dass sich auch in amerikanischen Kreisen ein Umdenken vollzieht. Dieses Umdenken der USA erklärt die Angst von Bundeskanzlerin Merkel vor Trump, denn damit wäre auch ihr Schicksal besiegelt, als der letzten deutschen Vasallenkanzlerin, die den Auftrag hatte, ganz Europa zu einem  Staat zusammenzuschmelzen. Stattdessen muss sie sich eingestehen, dass sie völlig versagt hat.  Steinmeiers Sorge um Europa ist nichts anderes als die Sorge um den Fortbestand dieser alten Politik mit all den  lukrativen Annehmlichkeiten für die Handelnden, ist nichts anderes als eine biedermännische Heuchelei, die er meisterhaft beherrscht. Entsinnen wir uns seiner Rolle beim ukrainischen Umsturz. Ihm geht es nicht um europäische und deutsche Interessen, sondern um sichere und einträgliche Posten in den Geflechten amerikanischer Bootmäßigkeit.

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Chaos und Neuordnung

Johannes Hertrampf – 22.12.2016

Der homunculus glaubte, er könnte der Geschichte ein Schnippchen schlagen, die Zivilisation hätte kein Ende. Doch die Geschichte ist keine virtuelle Welt. Die Zivilisation ist am Ende. Zwei Weltmächte waren die Totengräber. An erster Stelle die USA, die sich zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts aufschwangen, die Menschheit unter ihre Kontrolle zu bringen. Es sollte eine perfekte Ordnung werden, die Uncle Sam, mit Geld und Militär wie einst den Römern mit Zuckerbrot und Peitsche, als Endzustand der Zivilisation vorschwebte. Wissenschaft und Technik lieferten die Mittel, im Unterschied zu früheren Weltherrschafts-plänen große Entfernungen schnell zu überwinden und menschliches Verhalten durch ausgeklügelte Informationsmittel zu lenken. Wenn diese Mittel geschickt eingesetzt würden, eröffnete sich eine neue Epoche, gleichsam als Ergebnis einer langen, intensiven Vorarbeit. Die Welt lag den Herren zu Füßen, sie mussten sie nur an sich nehmen. Es gab keine andere Macht, die über Jahrtausende hinweg soviel Erfahrung gesammelt hatte, dass der krönende Abschluss außer Zweifel stand.

Aber es gab zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts doch eine andere Macht, die sich auch auf die Übernahme der Welt vorbereitet hatte – die sozialistische Weltbewegung. Sie war aus der Schattenseite der Zivilisation hervorgegangen, mit ihrer Hoffnung auf ein Zeitalter der Wahrheit und Gerechtigkeit, das als Gegensatz zu den Alltagserfahrungen der Unterdrückten zur festen Gewissheit geworden war. Nach all den Nöten und Leiden musste eine bessere Welt kommen, nicht im ungewissen Jenseits, sondern im gewissen Diesseits. Im Neunzehnten Jahrhundert verdichtete sich diese Erwartung. Stürmisch hatte sich in der zweiten Hälfte eine weltumspannende Sozialistische Internationale entwickelt, die sich voller Selbstbewusstsein auf die neue Ordnung vorbereitete. K. Marx sah seinen Auftrag darin, die historische Notwendigkeit aufzudecken und die wichtigsten Bedingungen zu benennen, die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und die politische Diktatur der letzten unterdrückten Klasse, die diesen Wandel in eine neue Gesellschaft unvermeidlich machen würde. Einmal erreicht, würden die Menschen sich in ihr fest einrichten, weil sie  ihnen Freiheit und Wohlstand garantierte.

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Es geht los!

Johannes Hertrampf – 27.11.2016

Kurswechsel in Amerika? Die Präsidentschaftswahlen haben die USA und die ganze westliche Welt in eine tiefe Existenzkrise gestürzt.

Trump möchte die USA wieder groß machen – doch welches Maß legt er zugrunde? Wann besaßen die USA die Größe, die es wieder zurückzuholen gilt? In welche Vergangenheit geht er? Sucht er in der Zeit vor dem Wechsel ins Zwanzigste Jahrhundert oder sucht er danach? Wenn man etwas wiederherstellen will, dann schaut man zurück. Vor 100 Jahren schickten sich die USA an, die Weltherrschaft zu errichten. Erst hatten sie die FED gegründet, dann traten sie in den Ersten Weltkrieg ein. Seitdem waren sie nicht mehr aus der europäischen Politik wegzudenken. Europa war durch den Weltkrieg geschwächt, es begab sich gehorsam unter die Regie der USA und verlor seine dominante Stellung in der Welt und seine Souveränität. Es war froh, dass es unter die Fittiche der USA kriechen konnte, denn eine neue Gefahr wuchs in Europa heran, die Gefahr der sozialistischen Weltrevolution. Nach dem Umsturz in Russland schien sie nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Von Russland reichten die Fäden um die ganze Welt. Deutschland lag erschöpft am Boden, es hatte den Krieg verloren, die Monarchie war zerbrochen und die ehemaligen Kriegsgegner entluden ihren Frust über ihr Desaster auf Deutschland, mit Ausnahme Sowjet-Russlands. Deutschland wurde gedemütigt und isoliert wie kein anderes Land in  Europa. Auf sich allein gestellt, spürte es die Zange der beiden nach Weltherrschaft strebenden Mächte: USA und Sowjet-Russland. Beide konzentrierten sich auf Deutschland, denn Deutschland spielte eine Schlüsselrolle in ihrem Drang, Europa und die Welt zu beherrschen. Es sollte kein Entkommen mehr haben.

 

Welch ein Amerika schwebt Trump also vor? Hat er eine neue historische Perspektive im Auge? Das scheint nicht der Fall zu sein. Es ist nicht der befreiende Durchblick durch das vergangene Jahrhundert, der ihn antreibt, sondern der Zwang, die USA schleunigst aus der miserablen sozialen und ökonomischen Lage herausholen. Der Zusammenbruch des Kommunismus hat unerwartet den Abstieg der USA eingeleitet. Obama war seinerzeit ebenfalls mit dem Anspruch aufgetreten, die USA zu retten. Er sah die USA als einzig übrig gebliebene Führungsmacht in der Welt, der es gemeinsam mit den westlichen Industrieländern gelingen musste, ihren globalen Führungsanspruch durchzusetzen – gegen Russland und China. Aber Obama hatte sich verkalkuliert. Russland erholte sich und China nahm einen stürmischen Aufstieg. Drei Weltmächte üben heute einen nachhaltigen Einfluss auf das Geschehen in der Welt aus. Zwei gewinnen an Kraft, eine verliert. Diese Konstellation war abzusehen, aber sie wurde nicht ernsthaft erwogen. Die USA waren überzeugt, Russland in die Knie zu zwingen. Das, was heute eingetreten ist, hatten sie nicht in ihrem Programm. Anstatt sich an die Tatsachen zu halten, verfolgten sie die Variante der Unterwerfung Russlands. Europa, das sie als Verbündeten betrachteten, erwies sich als Fehlgriff. Europa ist keine Weltmacht und kann auch den Machtverlust der USA nicht kompensieren. Es dämmert der Anbruch einer neuen Ära, in den USA offensichtlich mehr als in Europa. Die USA haben sich und die ganze westliche Welt überschätzt. Die Führung ist sich uneins. Der eine Flügel ignoriert weiterhin die Realität und betreibt eine illusionäre Politik. Der andere Flügel konstatiert die Realität, die immer aussichtsloser wird und will einen Wechsel. Clinton oder Trump, in diesen beiden Präsidentschaftskandidaten personifizierte sich die Spaltung der herrschenden Kreise der USA.

 

Die Menschheit steht vor einem weltgeschichtlichen Umbruch, auch die USA. Diesen muß man im Kopf haben, damit die Politik nicht in eine Sackgasse gerät. Das große Problem ist dabei, dass hier Interessen aufeinander prallen. Die endgültige Entscheidung darüber ist noch nicht aktuell. Aber die heutigen politischen Prozesse steuern darauf hin, als wären sie von einer übernatürlichen Macht angetrieben. Die drängende gegenwärtige Frage ist: Wie können die drei großen Mächte, China, Russland und USA vernünftig miteinander umgehen und die bisherige Konfrontation durch Kooperation und gegenseitige Akzeptanz ersetzen? Wie können Misstrauen und Feindseligkeiten als Vorläufer eines militärischen Konflikts, der in einen dritten Weltkrieg mündet, für immer vermieden werden? Die Wendung der Konservativen in den USA in Richtung Neuorientierung der Politik ist in gewisser Weise überraschend. W. Bush jun. hat sein Land in Verruf gebracht. Werden sie sich jetzt dauerhaft umorientieren und damit der Weltpolitik aus der Sackgasse heraushelfen? Es wäre ein riesiger Schritt nach vorn, wenn es den Großen Drei gelingen würde, die unselige Einheit von Großmacht und Führungsanspruch aufzulösen und der Menschheit ein friedliches Zusammen-leben zu garantieren.

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Ohne demokratische Erneuerung geht Deutschland unter

Johannes Hertrampf – 12.11.2016

Manchmal fordern Kritiker der heutigen Zustände die Wiederherstellung von Verhältnissen aus der deutschen Vergangenheit, die gar nicht wiederhergestellt werden können, weil sie so nicht bestanden haben und weiter: die sich nicht wiederherstellen ließen, weil die Menschen so nicht mehr leben möchten. Die Vergangenheit ist eine vergangene Welt, die sich nicht zurückholen lässt. Das betrifft auch das Deutsche Reich. Der König von Deutschland hat also keine Chance. Wirklich ist nur die Gegenwart. Der idyllische Rückblick ist eine Verfälschung von Geschichte, wie die Dämonisierung der Deutschen. Beides ist abzulehnen. Es müssen vielmehr zeitgemäße Antworten gefunden werden, die auf romantische Ideen verzichten. Und hier liegt ein Problem bei den Konservativen, weshalb sie leicht in die Isolation geraten.                 .

Die meisten Menschen sind unzufrieden mit den Zuständen, eben weil kein Diskurs über Geschichte und Zukunft unseres Volkes stattfindet, weil kein gemeinsames Handlungsbewusstsein geschaffen wird, sondern weil die etablierten Politiker ihre Gedanken und Werte den Bürgern aufdrängen, weil sie die Bürger nur als Empfänger und nicht als Schöpfer von Leitideen sehen. Die Politiker wollen den Stellungswandel des Volkes im Geschichtsverlauf nicht wahr haben. Sie halten am alten Muster fest, das Volk zu regieren. Ihr Demokratieverständnis und das Demokratieverständnis des Volkes sind verschiedener Natur. Sie verstehen unter Demokratie, dass sie vom Volk gewählt werden, um das Volk zu regieren, indes das Volk unter Demokratie versteht, dass es die Politiker wählt, die den Willen des Volkes umsetzen. Der Begriff der Volkssouveränität ist also auf beiden Seiten grundverschieden. Beide Seiten kommen miteinander nicht ins Gespräch. Ein grundsätzlicher Umbau steht auf der Tagesordnung, den die Politiker verhindern wollen. Es wird das Kunststück derer sein, die diesen Umbau für unaufschiebbar halten, dass die Fäden in der Gesellschaft nicht abreißen. Ein gespaltenes Volk kann den Umbau nicht vornehmen.

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Erneuerung – eine naturgesetzliche Konsequenz

Johannes Hertrampf – 20.10.2016

Steuert die heutige politische Krise in Deutschland auf einen Bürgerkrieg hin? Sieht so der  unvermeidliche Durchgang zur Zukunft aus? Diese Fragen stellen sich viele Bürger angesichts der verfahrenen Situation. Sie hoffen auf eine Wendung zum Guten. Der Bürgerkrieg wäre für das Volk nicht nur ein leidvoller Weg, er wäre vor allem ein unnützer Weg, weil er keine Lösung bringen würde. Er würde das Potential des Volkes nicht zusammenfassen und nutzen, sondern es zersplittern und aufreiben. Er wäre darauf ausgerichtet, Teile des Volkes als gestaltende Kraft auszuschließen. Deshalb wird er von denen, die sich zum Volk bekennen und eine gesellschaftliche Erneuerung anstreben, die auf das Volk als Ganzes setzen, strikt abgelehnt. Durch ihn kommt man ihr nicht näher, sondern werden Hindernisse errichtet. Ein Bürgerkrieg wäre ein Zeichen dafür, dass die demokratischen Kräfte nicht in der Lage waren, ihre potentielle Überlegenheit in reale Überlegenheit umzusetzen. Heute muss man sogar sagen: Ein Bürgerkrieg würde den Untergang Deutschlands beschleunigen.

Was soll man ihm entgegenstellen? Ausgrenzungen und Denkverbote, politische Verfolgungen und Einschränkungen der Bürgerrechte? Damit wird nicht die Stimme der Vernunft gestärkt, sondern der Konflikt erst recht heraufbeschworen. Das sicherste Mittel zu seiner Verhinderung ist der nationale Dialog zwischen allen Deutschen über seine Gründe und die Schritte zur Überwindung der Krise.    Die Rettung Deutschlands kann nur von den Deutschen selbst ausgehen, sie wird nicht von außerhalb kommen. Und hier stoßen wir auf ein großes Defizit – das verlorene Selbstvertrauen. Die Entmündigung durch die Siegermächte hat in Deutschland zu einer tiefen Verunsicherung geführt, bis hin zum Vorwurf einer dauerhaften, durch die faschistischen Verbrechen bewirkten, Änderung der deutschen Identität, den Bundespräsident J. Gauck erhebt. Ein solcher geistiger Zustand ist keine Voraussetzung für selbständiges Handeln. Deshalb hängen die Deutschen gern den Mantel in den Wind, um sich zu orientieren. Sie halten Ausschau, was andere machen, in der Hoffnung, dass ihnen das zugutekommt. Sie halten sich zurück, einen konstruktiven Eigenbeitrag zur europäischen Geschichte zu leisten. Selbst die Wiedervereinigung verlief nicht nach deutschem Willen, sondern wurde dem Interesse anderer Mächte untergeordnet. Doch wer sich stets anpasst, der verliert an Profil und ist für die anderen Europäer kein interessanter Partner.

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Warum Wahlen nichts ändern

Johannes Hertrampf – 21.09.2016

Wenn die kritische Beleuchtung der Zustände zu dem Ergebnis kommt, dass an ihnen nichts  geändert werden kann, fragt man sich, warum eine solche Untersuchung der Zustände überhaupt veröffentlicht wird. In diese irritierende Situation gerät der Leser des Beitrags „Wahlen ändern nichts“ von Ernst Wolff. (www.antikrieg.com – 14.09.2016)

Der Verfasser macht gleich zu Beginn die fatalistische Aussage: „Ob es um das Amt des Präsidenten der USA, die Posten im Berliner Senat oder die Zusammensetzung der Gemeinderäte in der niedersächsischen Provinz geht – Wahlen haben heute alle eines gemeinsam: Sie ändern nichts.“

Und am Schluss seiner Darlegungen bekräftigt er seine Meinung mit dem bekannten Ausspruch von Kurt Tucholsky: „Wenn Wahlen etwas ändern würden, dann wären sie verboten“. Was bleibt dann noch an demokratischen Mitteln zur Veränderung übrig? Dazu schweigt der Autor. Er geht nicht auf das Thema ein, das er sich stellt, sondern er resigniert. Die Wähler würden vor den Wahlen nur mit mit Scheingefechten getäuscht und abgelenkt, damit alles seinen bisherigen Gang weitergehen kann. Wenn Wahlen aber wirklich so belanglos wären, warum betreibt dann die herrschende Schicht einen solchen Aufwand, um gut abzuschneiden? Warum wird jede system-kritische Partei dann von den Systemparteien diskriminiert? – doch deshalb, weil sie Gefahren wittern für ihr System. Deshalb sind sie so allergisch.Und das um so mehr, je fragiler die Lage ist, da ihnen die Wähler scharenweise davonlaufen.

Die entscheidende Frage lautet hier doch wohl: Warum ist das so? Warum scheint die Welt trotz Wahlen auf der Stelle zu treten? Offensichtlich aus zwei Gründen. Der erste ist, dass die Erwartungen, die an Wahlen gestellt werden, zu hoch gesteckt sind, so dass man immer unter den Erwartungen bleibt und kleine Veränderungen nicht wahrnimmt. Die Forderung: ´Alles oder nichts` führt dann schnell zu dem Ergebnis: ´Alles ist nichts`, weshalb man enttäuscht die Flinte ins Korn wirft. Der zweite Grund ist, dass man in der Gegenwart gar keinen Ansatzpunkt für Veränderungen sieht. Da man aber für eine bessere Welt ist, richtet man den Blick fest auf die Zukunft, in der alles anders sein wird, weil zum Glück die miserabele Gegenwart irgendwann mal mit einem großen Knall zusammenbrechen wird. Im Grunde genommen, kann der Bürger nur abwarten. Solchen Ansichten folgen dann bestenfalls die Ratschläge, wie „Otto Normalverbaucher“ sich auf den Crash vorbereiten sollte, um ihn zu überleben. Doch die Zukunft beginnt in der Gegenwart, das sollten alle bedenken, die es mit dem Volk ernst meinen. Wird die Gegenwart vernünftig gestaltet, ist das ein gutes Fundament, auf dem die nächste Generation sich auf ihre Art einrichten kann.

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Wer kann Deutschland retten?

Johannes Hertrampf – 10.09.2016

Die gegenwärtige politische Krise wirft auf Grund ihrer demokratie- und deutschfeindlichen Grundlinien der Regierung Fragen auf, die sich an die Grundsubstanz der freiheitlich-demokratischen Ordnung richten. Wie ist es möglich, dass in einer solchen Ordnung sich eine derartige Krise entwickeln kann? Sind die Bürger den Anforderungen des Systems nicht gewachsen oder liegen hier Systemfehler vor, deren Wirkungen dem Sinn der freiheitlich-demokratischen Ordnung zuwiderlaufen? Die Regierenden verneinen beides: „Es gibt gar keine politische Krise.“ Der unbeirrbare Kritiker lässt sich nicht irritieren und fragt weiter: „Wie finden wir Deutschen unsere eigene Lösung?“ Die Antwort der Regierenden lautet: „Indem wir sie gar nicht suchen. Wir sind nämlich schon auf dem richtigen Wege.“ Nach ihrer Ansicht ist die Schlussfolgerung aus der jüngeren Geschichte nämlich die, dass wir uns als Volk abschaffen müssen, nicht abgeschafft werden, sondern es selbst tun. Das löse zwar bei den Deutschen keine Freude aus, sei aber unvermeidlich. Immer dann, wenn Deutschland in der europäischen Geschichte tonangebend war, so behaupten die Regierenden, entstanden Konflikte, aus denen noch heute Forderungen abgeleitet werden, siehe der von den deutschen Linken unterstützte Tsipras aus Griechenland. Und man könnte mit Blick auf die unglückliche deutsche Rolle in der EU diese Tendenz bis in die Gegenwart verfolgen – die Deutschen schaffen Unfrieden. Sie gefährden die Lebensgrundlagen anderer Völker. Die negative Bewertung der Deutschen scheint also nicht aus der Luft gegriffen zu sein. Angesichts der komplizierten Welt von heute und der noch komplizierteren Welt von morgen ist die Fortexistenz der Deutschen daher nicht sinnvoll. Die Selbstaufgabe als Volk sei unsere Herausforderung. Demzufolge propagieren die Politiker auch die Volkszerstörung als neue Freiheit und Chance. Anstatt die Drahtzieher und Gründe zu beleuchten, wird von Deutschland und den Deutschen gesprochen. Eine unwissenschaftliche Geschichtsbetrachtung verschleiert die Wahrheit.

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Deutschland in der Zange

Johannes Hertrampf – 31.07.2016

 

Warum ein neues Geschichtsbild des Zwanzigsten Jahrhunderts?

Warum geht es mit der Opposition so schleppend voran?

Wie wahrscheinlich ist es, dass hier ein Zusammenhang besteht?

Die Geschichtsbilder sollen Zeiten erklären, charakteristische Tendenzen aufdecken. Sie gehen in die Gegenwart ein, insofern Vergleiche gezogen und Auswirkungen festgestellt werden. Aus der Geschichte soll gelernt werden, heißt es. Mit der Geschichte leben, anstatt sie zu verdrängen. Aber wie lebt man mit der Geschichte? Je näher das vergangene Ereignis dem Heute ist, desto einleuchtender ist der Gedanke, nicht zweimal den gleichen Fehler zu machen. Also gab es bei allen politischen Umbrüchen den Großen Kehraus. Heute zeigen die Regierenden auf die Türkei und haben es zur Wende im östlichen Teil der BRD ähnlich getrieben. Demokratischer Umgang sieht anders aus. Er schafft Konsens nicht durch Verbote, sondern durch Gedankenaustausch. Er reißt nicht nieder, sondern lässt den Geist sich entzünden an den Zeugnissen der Vergangenheit. Die Vergangenheit ist nur eine Gefahr, wenn sie nicht gründlich aufgearbeitet wurde. Und das ist die Regel in der Herrschaftsgesellschaft. Deshalb die Verfolgungen, Verbote und Vorschriften. Die Geschichte wird nach den gleichen Regeln definiert wie die Gegenwart.

Zu jeder Zeit achten die Regierenden darauf, dass das systemtragende Geschichtsbild verbreitet wird. Sie verstehen sich als Resultat der Entwicklung. Und schon die Tatsache, dass sie regieren, soll anderen Beweis genug sein, dass sie historisch berechtigt sind. Das ist zwar keine zwingende Logik, aber Realität und daher naheliegend. Auf die zu ihnen führende Geschichtslinie kommt es ihnen an, die sie als Zweck der ganzen Entwicklung erscheinen lässt. Wer sich auf dieser Linie bewegt, der steht auf ihrer Seite. Wer ihr Herkommen nicht so sieht, der gehört nicht nur nicht zu ihnen, sondern überhaupt nicht zur Gemeinschaft der Staatsbürger. Staat und Politik werden von ihnen fälschlicherweise als ein und dasselbe verstanden. Wenn die Politiker das Ergebnis der Geschichte sind, glauben sie, dann verkörpern sie die geschichtliche Tendenz. Alles, was sie sagen, hat eine tiefe Bedeutung. An dieser Stelle kann dann das Denken der von ihnen Geführten aufhören, weil der gegenwärtige Staat der beste aller Zeiten ist, ganz im Sinne der Hegelschen Anbiederung: das Vernünftige ist wirklich und das Wirkliche ist vernünftig. So wird das Befassen mit der Geschichte zur bloßen Selbstbestätigung. Das herrschende Geschichtsbild ist dann der Klotz am Bein der Opposition. Es lässt keine abweichende Sicht zu.

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Vom Ursprung der Freiheit

Johannes Hertrampf – 10.07.2016

Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.

Werner von Siemens

 

Vom Ursprung der Freiheit             

Obwohl niemand ernsthaft bestreiten wird, dass die Technik für die Freiheit des Menschen von fundamentaler Bedeutung ist, gibt es darüber kaum eine Diskussion. Freiheit scheint eine so subtile Konstitution zu haben, dass sich gut über sie philosophieren lässt, ohne nach ihrer profanen Substanz zu fragen. Es ist überhaupt kennzeichnend für den Geist der Herrschaftsgesellschaft, dass sie die Menschen von den tiefer liegenden, naturgegebenen Zusammenhängen der Gesellschaft ablenkt und damit die Zukunft verbirgt. Bis in die jüngste Gegenwart sind der Alltag des Menschen und seine von den Herrschenden gesteuerte geistige Welt zwei kongruente Wirklichkeiten, zu denen es bisher keine Alternative gibt. Diese müsste eine unwiderstehliche Anziehungskraft besitzen, eine eigene Logik. Aber kann sich eine solche Alternative bilden, wenn die Herrschenden die Vorgänge unter Kontrolle halten?

Die Grenzen der praktisch-möglichen Freiheit werden von den objektiven Bedingungen abgesteckt, die den Menschen umgeben. Die Politiker und ihre Ideologen liefern dann die Begründungen für die reale Aufteilung des vorhandenen Freiraumes in der Gesellschaft. Die Grenzen der geistig-möglichen Freiheit  hängen weitgehend von den Maximen ab, die von den Politikern und ihren Ideologen als die gültigen verbreitet werden. Somit wirken die praktische und die geistige Freiheit in einem gestaffelten System von Grenzfaktoren, in dem auf der einen Seite die materiellen und auf der anderen Seite die geistigen Begrenzungen den Spielraum markieren. Freiheit ist nie grenzenlos. Die oft beschworene Unabhängigkeit der Kritik ist bestenfalls eine Absichtserklärung, die existierenden Grenzen zu überschreiten, was in geistiger Hinsicht eher möglich ist als in praktischer, vorausgesetzt, die Kritik bleibt nicht bei den Erscheinungen stehen, sondern hinterfragt die Bedingtheit der geltenden Maximen und Werte des Denkens und Fühlens.

Die Kritik der geistigen Freiheit, das Ausloten neuer Werte, ist der Hauptinhalt des alternativen geistigen Vorlaufs, die die praktische Freiheit dann gleichsam nach sich zieht. Diese Rolle kann die geistige Freiheit nur spielen, wenn sie der praktischen vorgreift, wenn sie die praktische Notwendigkeit ankündigt. Die Freiheit ist immer konkret und nicht beliebig. Ihre subjektive Besonderheit ist die Entdeckung neuer Verhältnisse des Menschen. Die oft geäußerte Ansicht, Freiheit auf willkürliches Auswählen zu reduzieren, übersieht den schöpferischen Aspekt der individuellen Entscheidung. Die Anhänger dieser  Auffassung machen es sich zu leicht. Sie stellen die Freiheit in der Gesellschaft auf die Stufe des Zufalls in der Natur.

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Technische Politik ändern

Johannes Hertrampf – 20.05.2016

Unter Globalisierung wird die von den westlichen Industriestaaten unter Führung der USA betriebene Integration der Weltgesellschaft in das politisch-ökonomische System der westlichen Zivilisation verstanden, bei umfassender Ausnutzung der modernen Technik. Dementsprechend bezieht sich Globalisierung auf alle relevanten Lebensbereiche Wirtschaft, Technik, Politik, Konsum, Kultur, Bildung usw. Globalisierung ist so der Weg in die „Neue Weltordnung“, mit den USA als unangefochtener Führungsmacht an der Spitze.

Meistens wird die Globalisierung als direkte Folge des technischen Fortschritts definiert, womit vom eigentlichen Wesen abgelenkt wird, indem die gesellschaftliche Triebkraft verschwiegen und der Vorgang unmittelbar aus technischen Erfordernissen mit den dahinter stehenden naturgesetzlichen Notwendigkeiten abgeleitet wird. Die Globalisierung erhält damit den Anschein einer unabwendbaren Schicksalshaftigkeit. Eine derartige fatalistisch-objektivistische Sicht übersieht den Menschen als technisches Subjekt. Aber die Naturgesetze bestimmen nicht den technischen Verlauf. Die technische Entwicklung verläuft nicht nach einem „höheren“ Plan, sondern unterliegt den  menschlichen Interessen und Bedürfnissen. Die Logik, die dadurch zustande kommt, ist durch das fortwährende menschliche Interesse und Bedürfnis sowie durch die Naturgesetzlichkeit bestimmt. Dadurch entsteht der Eindruck einer geheimnisvollen Gestaltungsmacht. Der Mensch trägt dann keine Verantwortung mehr, sondern eben jenes fremde Wesen, dem der Mensch gehorcht. Verantwortlich gemacht werden kann höchstens noch der Konsument mit seinen endlosen Ansprüchen, der diesen Verlauf veranlasst. Von daher soll er nicht nur die Vorteile nutzen, sondern soll er auch für die Nachteile aufkommen und sich den Zwängen beugen. So argumentieren die Politiker. Sie entscheiden praktisch, wie sich der Konsument, der schuldhafte Verbraucher, zu verhalten hat.

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Nationalstaat und Volkssouveränität

Johannes Hertrampf – 16.04.2016

Nach dem Kalten Krieg rückte die europäische Integration ins Zentrum der westlichen Politik in Europa. Dabei ging es zum einen um die Erweiterung ihrer Einflusssphäre nach Osten und zum anderen um den Abbau der nationalen Selbständigkeit der europäischen Staaten. Gleichsam über Nacht löste sich der östliche Block auf. Die Völker hatten sich vom Kommunismus abgesagt und sahen erwartungsvoll der Zukunft entgegen, die von den westlichen Führern vorgezeichnet wurde. Die ehemals sozialistischen Staaten waren wirtschaftlich erschöpft und besaßen keinen geistigen Rückhalt bei den Bürgern. Bereitwillig nahmen diese die Idee der europäischen Einheit auf oder wie Gorbatschow es gesagt hatte, die Schaffung des Gemeinsamen Europäischen Hauses. Die über Jahrzehnte dauernde Konfrontation der beiden Weltsysteme hatten die Menschen, besonders östlich des Eisernen Vorhangs, als aufdringliche Politisierung ihres Alltags erlebt, mit dem Zweck, die politische Führung zu bestätigen und das persönliche Leben dem weltgeschichtlichen Ringen unterzuordnen. Diese erzwungene Selbstverfremdung waren sie nun los. So erlebten sie die neue Ordnung. Ihre Erwartungen an die Zukunft waren groß, im Unterschied zu den Menschen westlich des Eisernen Vorhangs, für die sich nichts änderte.

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Der nationale Dialog

Dr. Johannes Hertrampf – 18.03.2016

 

Die drei Landtagswahlen waren der Auftakt für einen politischen Wandel in Deutschland. Die Merkel-Regierung sorgt selbst dafür, daß dieser Prozeß sich fortsetzen wird. So ist der Deal mit der Türkei nur ein milliardenschwerer Winkelzug, um den Widerstand zu besänftigen. Ohne eine Schließung der deutschen Grenzen gegen illegale Einwanderung und ohne Abkehr von der Einwanderung als Lösung deutscher demographischer Probleme bleiben die bekannten Konflikt-herde weiter bestehen und werden sich eines Tages die anderen Völker zurecht gegen die Ausplünderung ihres Menschenpotentials wenden.

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Das Übel der Parteien

Dr. Johannes Hertrampf – 12.11.2015 

Das nächste Stichwort taucht schon in der Diskussion auf – Neuwahlen. Für die Parteien im  Bundestag indiskutabel, weil sie alle an Rückhalt in der Bevölkerung verloren haben. Bei der  Opposition außerhalb des Bundestages gemischte Gefühle, starke Vorbehalte, weil bei einer Neuauflage des Parlaments mit den alten Parteien eine Fortsetzung der bisherigen Politik wahrscheinlich ist. Bis jetzt gibt es keinen Hinweis darauf, dass in einer der Bundestagsparteien ein Umdenken eingesetzt hat und sei es zunächst nur als Abkehr vom bisherigen Kurs der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Aus Angst vor der endgültigen Niederlage schleudern sie aus ihrer Wagenburg noch einmal Unmengen von Hass und Schmutz auf die außerparlamentarische Opposition.     

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Den Nationalgedanken stärken

Dr. Johannes Hertrampf – 05.11.2015

Das, was sich gegenwärtig in der BRD abspielt, wird ein Nachspiel haben. Die Kritik wird die politischen Entscheidungen anhand des grundgesetzlichen Auftrags der Bundesregierung bewerten müssen. Sie wird weiterhin ins Kalkül ziehen die millionenfachen Warnungen und Widersprüche aus dem Volk, das den Bruch des Grundgesetzes nach Geist und Buchstaben durch die Exekutive von Anfang an nicht hingenommen hat. Man kann schon heute eine weitreichende Schlussfolgerung ziehen: Das Handeln von Frau Merkel hat bestätigt, dass ein Verlassen der demokratischen Maximen  unweigerlich in deutsch- und europafeindliche Politikfelder führt.    

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Vor dem politischen Kurswechsel

Dr. Johannes Hertrampf – 26.10.2015

Der lancierte Flüchtlingsstrom in die BRD ist ein Verbrechen am deutschen Volk. Die USA haben das ganze Zwanzigste Jahrhundert hindurch eine deutschfeindliche Politik betrieben, meist verdeckt mit humanistischen Vorzeichen. Auch bei diesem neuerlichen Schritt verhält es sich so. Hilfesuchende Menschen aus Ländern, die von Krieg und Armut zerrüttet sind, strömen nach Deutschland. Und endlich angekommen, wird hier überschwänglich eine Willkommenskultur inszeniert, die darauf ausgelegt ist, alle Beteiligten über den wahren Sachverhalt hinwegzutäuschen und damit neue Gefahren heraufzubeschwören. Mit Appellen an die Hilfsbereitschaft und Barmherzigkeit für die Notleidenden werden gesellschaftliche Regeln außer Kraft gesetzt und eine chaotische Situation geschaffen, die sich zu einem Dauerzustand ausweitet.   

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Das Naheliegende„Merkel muss weg!“

Dr. Johannes Hertrampf – 21.10.2015 

Dort, wo von Ängsten geplagte Bürger sich versammeln, wird diese Forderung erhoben. Die außerparlamentarische Demokratie wehrt sich gegen Entscheidungen der Regierung jenseits der Vernunft. Die bayerische Landesregierung ist bisher die einzige, die zaghaft die Merkel-Regierung  kritisiert und damit den Volksprotest verhindert. „Merkel muss weg!“ kommt nicht aus Bayern, sondern aus Sachsen, wo Herr Tillich sich auf die offene Konfrontation verlegt. Irgendwann werden die Bayern Herrn Seehofer hinter die Schliche kommen. Dann rufen die Bayern und die Sachsen gemeinsam „Merkel muss weg!“ Und dann passiert es. Merkel geht. Die BRD befindet sich in einer Staatskrise. Bundesregierung und Bundestag haben die ihnen vom Volk in die Hände gelegte Macht in gröbster Weise missbraucht, weil sie im Widerspruch zum Grundgesetz gehandelt haben.   

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Zeitgeist im Wandel

Dr. Johannes Hertrampf – 31.08.2015

Es liegt in der Luft: Der Umbruch Europas, eine neue Entscheidung.Die Situation ist kritisch. Manche wollen mehr EU, mehr zentrale Steuerung: bei den Finanzen, in der Wirtschaft, bei der Bewältigung des Flüchtlingsstromes.

Umgekehrt muss es sein: Jedes Land entscheidet selbst, wie es mit den Finanzen umgeht, ob es den Euro beibehält oder eine eigene Landeswährung einführt bzw. an dieser festhält.Jedes Land entscheidet selbst, wo die Schwerpunkte seiner wirtschaftlichen Entwicklung liegen und wie es seine Wirtschaft in Schwung bringt.

S. Gabriel fordert mehr EU-Dirigismus bei der Bewältigung des Flüchtlingsstromes. Andersherum: Jedes Land entscheidet selbst, wie viele Flüchtlinge es aufnimmt.   

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Eine vertane Chance

Dr. Johannes Hertrampf – 15.08.2015

Der 20. Juli 2015 wird für die Griechen fortan ein dunkler Tag ihrer Geschichte sein. Anders für „t-online.de“, das unter der Überschrift „Griechenlands schwerer Weg zurück zur Normalität“ dem Leser mitteilte, dass an diesem Tag in Griechenland wieder der Alltag eingezogen sei.

An diesem Tag wurde ein Kredit in Höhe von 3,5 Mrd. Euro an die EZB zurückgezahlt plus 700 Mill. Euro Zinsen. 2,05 Mrd. Euro flossen an den IWF und 500 Mill. Euro an die Notenbank Griechenlands. Am gleichen Tag erhielt Griechenland einen Unterstützungskredit aus dem ESM  von 7,16 Mrd. Euro, um überhaupt die Rückzahlungen vornehmen zu können.

Gleichzeitig traten eine Reihe scharfer sozialer Einschnitte in Kraft. Damit war der Syriza-Triumph bei den vergangenen Parlamentswahlen und bei der Volksabstimmung vom Tisch.   

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Der Schuldenschnitt – ein Lichtblick in der Krise

Dr. Johannes Hertrampf – 08.07.2015

Wie sehr es der EU an Flexibilität und Voraussicht mangelt, beweist die Griechenland-Krise. Da wehrt sich ein Volk gegen die von den EU-Führern und den internationalen Finanzstrategien ausgedachten Spar- und Reformpläne, lehnt es ab, mit neuen Schulden alte Schulden zu begleichen und fordert stattdessen einen Schuldenerlass und sogleich zeigt sich, dass die Spitzen der EU, einschließlich der EZB, nicht bereit sind, den Protest des Volkes zu respektieren. Alle haben nach ihrer Pfeife zu tanzen, bis sie umfallen.Diese Meinungsdiktatur, die in der EU von der deutschen Bundeskanzlerin ausgeht, überrascht nicht. In Deutschland erleben wir es tagtäglich, dass die Sorgen und Ängste der Bürger ignoriert werden.   

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Die Rückkehr des Nationalen

Dr. Johannes Hertrampf – 03.07.2015

Griechenland geht unter, wenn die griechische Regierung nicht nachgibt, prophezeien die EU-Führer. Und zwar zu Lasten der Griechen und aller Europäer. Das sei nun mal so, weil das immer so war und immer so sein wird. Dem ist entgegen zuhalten: Es gibt einen Weg, der nicht zu Lasten der Griechen und der anderen Völker geht – das ist der allgemeine Schuldenschnitt in der EU und die Rückgabe der Finanzhoheit in die Hände der nationalen Regierungen. Zwei Wege sind offen: weiter so wie bisher, mit verheerendem Ausgang oder Beendigung der EU-Diktatur und nationale Befreiung durch demokratische Erneuerung.    

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Das Ende der Parteien

Dr. Johannes Hertrampf – 21.05.2015

Die Politik der Bundesregierung und des Bundestages hat bei der Mehrheit der Deutschen keinen Rückhalt. SPIEGEL-Online berichtete am 26.04.2015 über eine vom „Spiegel“ in Auftrag gegebene Umfrage. Das Ergebnis gibt Einblick in die Stimmungslage in der BRD. 80 Prozent der Befragten waren der Ansicht, „dass ihre gewählten Politiker in der Regel nicht genug tun, um sich über ihre Sorgen und Interessen zu informieren.“

Auf den Punkt gebracht: Die überwältigende Mehrheit der Befragten fühlt sich von den Politikern übergangen. Ihre Wege haben sich getrennt. Das ist die Quintessenz.    

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Worauf es ankommt

Dr. Johannes Hertrampf – 20.04.2015

Je mehr Zeit vergeht, desto deutlicher wird, dass die weltgeschichtliche Zäsur schon begonnen hat. Wie soll man anders die Tatsache interpretieren, dass sich die globalen Kräftestrukturen grundlegend ändern? Es handelt sich ja nicht um territoriale Machtverschiebungen schlechthin, es setzt sich eine neue Priorität der Werte durch, nach denen geurteilt wird. Das Recht auf Selbstbestimmung, das Recht auf Informationsfreiheit, das Recht auf soziale Sicherheit und das Recht auf eine gesunde natürliche Umwelt stehen weltweit ganz obenan auf der Werteskala. 

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Abschied ohne Tränen

Dr. Johannes Hertrampf – 27.03.2015

EU-Kommissionspräsident J.-C. Juncker beklagte (08.03.2015 T-ONLINE) den Autoritätsverlust der EU und sinnierte darüber, diesen durch die Schaffung einer Europäischen Armee zu kompensieren.

Man wolle diese Armee ja nicht sofort einsetzen, aber sie „würde Russland den klaren Eindruck vermitteln, dass wir es ernst meinen mit der Verteidigung der Werte der Europäischen Union“.     

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Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben

Dr. Johannes Hertrampf – 05.03.2015

Macht Euch nur von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein. 

(Chr.  Morgenstern) Europa in der Krise

Eine Umfrage des Forschungsinstitutes Demos & pi in den sechs größten EU-Ländern hat ergeben, dass sich ein Meinungsumschwung bei der Bewertung der EU und des Euro vollzogen hat. Die Mehrheit der Befragten hat kein Vertrauen mehr. Diese Tatsache wird von „Spiegel ONLINE“ (25.02.2015) in die fatalistische Behauptung umgedeutet, „Europa glaubt nicht mehr an Europa“.

Damit wird der Eindruck erweckt, dass die  EU-kritische Mehrheit der Bürger Europa fallen gelassen hat, indem Europa mit der EU, mitsamt ihrem Euro, gleichgesetzt wird. Vielmehr verhält es sich andersherum. Die EU-Kritiker wollen Europa erhalten. Sie kritisieren die EU und den Euro, weil diese Europa zerstören. Die Versprechungen, dass EU und Euro den Wohlstand und die Wirtschaftskraft Europas langfristig sichern würden, haben sich als falsch erwiesen.    

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Schuldzuweisung

Dr. Johannes Hertrampf – 28.02.2015

 „Ich darf mir wohl in diesem Zusammenhang die persönliche Bemerkung gestatten, dass ich als erster Deutscher vor einem internationalen Forum, auf der Berner Konferenz am 3. Februar des Jahres 1919, der Unwahrheit von der Schuld Deutschlands am Ausbruch des Weltkrieges entgegengetreten bin.“ …

Schuldzuweisung

Was führte zu des Volks Entgleisung,
die Schuldzuweisung?
!Nach dem Krieg mit Schimpf und Schand`
ward sie kund im besiegten Land.
Nach Jahrzehnten, oh wie schön,
konnten wir die Katyn-Lüge schwinden sehn.
Durch Schuldzuweisung, es ist ein Kraus,
löschten sie Unschuldigen das Leben aus.
Im Laufe der Zeit wurden auch andere Lügen kund.
Doch die Regierenden halten hierzu den Mund.
Es ist nun aufgegangen die böse Saat.
Wir können es überall sehen im deutschen Staat.
Der Schaden lässt sich kaum ermessen.
Das Volk ist verhetzt, entseelt, zersetzt und schuldbesessen.
Die Deutschen achten sich nicht mehr,das steht ihrer Zukunft quer.
Es schauen viele Länder auf dieses Volk.
Ist Europas Untergang gewollt?

Singulares Plurales

Das Selbstbewusstsein der Deutschen

Dr. Johannes Hertrampf – 21.02.2015

Die Angst vor der Zukunft treibt wundersame Blüten. An der Spitze Bundeskanzlerin Merkel mit ihren Prognosen zum Euro und zur EU, zum Islam und zur Demokratie. Und in ihrem Gefolge Präsident Gauck, in der Pose eines Moralpredigers, der Gewichtiges zu sagen hat. Neuerdings mit seiner Feststellung vor dem Bundestag: „Es gibt keine deutsche Identität ohne Auschwitz“.Der Name Auschwitz ist stellvertretend für die Gräueltaten während der nationalsozialistischen Diktatur.

Die Achtung vor dem großen Leid und dem Schwur von damals, so etwas nie wieder zuzulassen, muss uns Anlass sein, das Wissen um die Geschehnisse und Hintergründe zu erweitern, zu vertiefen und öffentlich kundzutun, um unsere Verpflichtung zu erfüllen. Dass wir uns mit unserer Geschichte befassen, ist also eine unverzichtbare Voraussetzung für unser politisches Handeln.

Deshalb haben wir Deutschen ein starkes Interesse an der historischen Wahrheit.Bedauerlich ist allerdings, dass in den Medien die historische Erkundung heutzutage kaum tiefgründig betrieben wird . . .      

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Geht von Griechenland eine Wende aus?

Dr. Johannes Hertrampf – 02.02.2015

Griechenland bietet Paroli und lädt die Troika aus. Die Griechen holen sich ihre nationale Souveränität  zurück. Die EU-Spitze ist fassungslos. Was sie vor den Wahlen befürchtet hatte, tritt ein. Der Schlagabtausch in der EU wird offener und härter.

Die griechische Regierung beharrt auf ihrem Standpunkt. Sie bleibt bei ihrer Absage an die Sparpolitik. Dafür hat sich die Mehrheit der Wähler entschieden. Und sie erwartet nun zu Recht die Einhaltung der Wahlversprechen. 

Doch was wird mit den Schulden? Will die griechische Regierung ihr Land aus der Talsohle herausführen, dann muss sie die erdrückende Schuldenlast beseitigen.   

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Es gärt . . .

Dr. Johannes Hertrampf – 28.01.2015

Die Volksseele gärt. Nicht unter der Decke wie bisher, sondern öffentlich auf der Straße. Das ist neu und ging sehr schnell. Der Protest richtet sich gegen die Politik der Bundesregierung. Nach dem er so Fuß gefasst hat, lässt er sich nicht mehr unterdrücken.

Die politische Führung, Regierung und Opposition, hat sofort erkannt, dass dieser Protest, wenn er zu einer deutschlandweiten Volksbewegung heranwächst, die politische Ausrichtung der Bundesrepublik von Grund auf verändern kann. Bundeskanzlerin Merkel hat daher von Anfang an die Pegida-Bewegung und ihre Ableger offen bekämpft und alle Parteien und gesellschaftlichen Kräfte aufgefordert, sich hinter die Regierung zu stellen.

Ihre Devise lautet: Es gibt keinen Dialog und kein Zugeständnis, es gibt nur Zurückweisung auf breiter Front. Und diese Devise wurde durchgesetzt, auf Bundes- und Landesebene, in den Kommunen, bei den Medien, kulturellen Institutionen und bei den Kirchen. Daran hat auch der Besuch von Vizekanzler D. Gabriel in Dresden nichts geändert.

Sein Anliegen war nicht, eine Kurskorrektur der Regierung zu signalisieren, sondern die Pegida-Bewegung zu paralysieren. Sie wird nach wie vor in den Medien als eine rechte islam- und ausländerfeindliche Kraft abgestempelt, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Ordnung der Bundesrepublik Deutschland wendet. Doch alle Anstrengungen, die gegen Pegida unternommen werden, von der Medienhetze bis zu den staatlich inszenierten Gegendemonstrationen, haben eine Schwäche, sie sind nicht glaubwürdig.     

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Griechische Vernunft

Dr. Johannes Hertrampf – 02.01.2015

Dass die griechische Opposition gegen das Spardiktat des IWF und seiner Brüsseler Erfüllungsgehilfen Sturm läuft, liegt im Interesse aller europäischen Völker. Von der deutschen Presse wird das anders gesehen. Sie orakelt über linke Verantwortungslosigkeit und prophezeit Griechenland den völligen Absturz, wenn das starke Linksbündnis „Syriza“ bei den kommenden Parlamentswahlen die Mehrheit erringen sollte.

Nun ist Alexis Tsipras ein linker Politiker, aber der Protest gegen das Sparpaket ist nicht linke Politik, sondern eine konsequent demokratische Forderung. Und diese entspricht genau dem, was auf der Tagesordnung steht:

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