„Seit Untertan der Obrigkeit“ und das „Recht auf Widerstand“

Veröffentlicht am 11. August 2015 von Jakob Tscharntke

Wir hatten ja vor einiger Zeit auf dieser Seite die Diskussion um den Gehorsam des Christen gegenüber der Obrigkeit gemäß Römer 13. Dies ist Gottes Gebot und gilt!
Allerdings gilt es wie immer, die konkreten Zusammenhänge zu beachten. Das heißt: Wer war bzw. ist „Obrigkeit“ zur Zeit des Apostels Paulus und wer ist „Obrigkeit“ im Jahr 2015 in Deutschland? Zur Zeit des Apostels Paulus war die Obrigkeit „Rom“. Ich bin im damaligen römischen Recht nicht wirklich kundig. Aber soweit ich in Erinnerung habe, ging die Macht von den in Rom befindlichen Organen aus. Personen, die kein römisches Bürgerrecht hatten, waren rechtlich wohl Menschen zweiter Klasse und hatten auch kein politisches Mitgestaltungsrecht. Sie dürften definitiv nicht Teil der Obrigkeit gewesen sein.


Das sieht in Deutschland im Jahr 2015 ganz anders aus! Artikel 20 des Grundgesetzes gibt als unveränderbaren Grundsatz aus: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“. Oberster Souverän der Bundesrepublik Deutschland ist nicht Angela Merkel oder ihr Regierungskabinett, auch nicht das Bundesverfassungsgericht oder sonstige Personen oder Organe und Einrichtungen, und erst recht nicht solche der EU!!! Oberster Souverän und damit „Obrigkeit“ im Sinne von Römer 13 ist das „Volk“, und zwar im Zusammenhang des Grundgesetzes nicht irgendein Volk, sondern „das deutsche Volk“!

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