Herrn Peter Boudgoust, Intendant von Südwestrundfunk

Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Hans Penner –  26.04.2016

Sehr geehrter Herr Boudgoust,

am 26.04.2016 brachten Sie in SWR3 einen Rundfunkkommentar über die Kernenergie. Sie müssen Ihre Hörer für sehr naiv halten, weil Sie annehmen, daß diese Ihre unzutreffenden Aussagen glauben.

Die Explosionen von Tschernobyl und Fukushima waren nicht die Folgen eines unbekannten „Restrisikos“ der Kernenergie. Die Explosion von Tschernobyl erfolgte vorhersehbar – und wurde vorhergesehen! Ich kannte Herrn Dr. Karl-Rudolf Schmidt, der schrieb: „Auch ich selbst habe 1958 in der Prototyp-Anlage in Dubna an der Wolga vor dem Bau dieser Anlagen (Graphit-moderierte Reaktoren) gewarnt – leider waren alle Warnungen vergebens; die politische Führung der UdSSR hat sich über alle Warnungen und Einsprüche hinweggesetzt.“ (Bayernkurier 24.04.1999).

Der Tsunami in Fukushima war nicht vorhersehbar, wohl aber seine Folgen, die nicht berücksichtigt wurden. Sowohl Tschernobyl als auch Fukushima sind Belege dafür, daß die Kernenergienutzung eine beherrschbare Technologie ist.

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