Lügenpresse“ kämpft gegen „Fake-News

Kay Hanisch – 12.12.2016

Nachdem wütende Bürger, welche die einseitige, regierungsfreundliche und zum Teil hetzerische Berichterstattung der deutschen Mainstreammedien nicht mehr ertragen konnten, den Begriff „Lügenpresse“ als Sammelbegriff für einen Journalismus erfanden, der den mächtigen nach dem Munde schreibt, keilen nun die in ihrem Ego verletzten Regierungspropagandisten zurück und schwafeln häufig von „Fake-News“ – also getürkten, erfundenen Nachrichten.

Genauso undifferenziert wie der „Lügenpresse“-Vorwurf der Wutbürger, so erschallt jetzt die mediale Jagd auf „Fake-News“-Verbreiter, wobei damit alle Blogger, Webseitenbetreiber oder politischen Aktivisten diskreditiert werden sollen, die nicht die politische Sichtweise der Herrschenden teilen oder verbreiten. Zwar sitzen Blogger oder andere „Hobby-Journalisten“ oftmals leicht Gerüchten auf oder übernehmen ungeprüft Inhalte von anderen Webseiten, doch genau diesen Vorwurf kann man den „Lügenpresse“-Vertretern genauso machen.

Denn auch die hauptamtlich bezahlten Journalisten der großen Pressehäuser und Sender verbreiten nämlich selbst Fake-News! Kostprobe gefällig? Hier ein paar ausgewählte Fake-News aus der Giftküche der transatlantischen Medien-Seilschaften:

2014: „Putin ist in der Ukraine einmarschiert“ – Putin selbst überhaupt nicht und russische Truppen auch nicht – lediglich Freiwillige aus Russland haben sich den ostukrainischen Rebellen angeschlossen.

 2014: „Assad setzt Chemiewaffen gegen die Zivilbevölkerung ein“ – der syrische Präsident hatte seine C-Waffen zu diesem Zeitpunkt längst der UNO übergeben. Es waren Rebellen, die unsachgemäß mit aus Saudi-Arabien gelieferten Giftgaskartuschen hantierten und dabei einige Todesopfer zu beklagen hatten.

 

2011: „Ghaddafi lässt sein eigenes Volk bombardieren“ – der frühere libysche Staatschef bombardierte mit seiner Luftwaffe nicht das protestierende Volk, sondern lediglich Munitionsbunker, die in die Hände der islamistischen Rebellen gefallen waren, um zu verhindern, daß diese sich dort aufrüsten.

 

2003: „Saddam Hussein besitzt Massenvernichtungswaffen“ – der irakische Diktator hatte zu diesem Zeitpunkt bereits alle seine derartigen Waffen der UNO übergeben. Dennoch galt diese Fake-Nachricht bzw. Lüge als Kriegsgrund für den US-Angriff auf den Irak.

1999: „Milosevic hat einen Hufeisen-Plan entwickelt, wonach die serbischen Truppen die albanische Minderheit im Kosovo hufeisenförmig einkreisen wollen und dann auslöschen“ –  Den besagten Plan hat es nie gegeben, er war von A-Z eine Erfindung der westlichen Geheimdienste, um die Kriegszustimmung in den NATO-Staaten zu erhöhen.

Das sind nur ein paar bekannte Fälle für gefakte Nachrichten durch die angeblich seriösen „Qualitätsmedien“. Es handelt sich aber nicht um ein paar banale Schnitzer, sondern um Pressemeldungen, mit denen konkret Kriege angezettelt wurden oder werden sollten.

Wundert es da, wenn die Menschen „Lügenpresse – halt die Fresse!“ rufen?

Die Jagd der etablierten Journalistenmeute auf vermeintliche „Fake-News“ ist der Versuch, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Dies reiht sich ein in den Versuch, eine autoritäre Ordnung in unserem Land zu errichten, was seit mehreren Jahren zu beobachten ist – Stichworte Überwachungsstaat, Polizeigewalt, politische Denunziation etc.

Die Bürgerbewegung Neue Richtung tritt ein für eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, für Meinungsfreiheit und –Vielfalt sowie für ein großes Angebot an Medien, die nicht alle zum gleichen Konzern gehören oder politischen Weisungen unterliegen – wie z.B. beim Springer-Verlag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.