PEGIDA Veranstaltung am 13. Juni 2016

Gerd Medger – 14.06.2016

  1. Gesamteindruck
  • Es war kein Demonstrations-Wetter in Dresden. Während der gesamten Veranstaltung regnete es. Der Wetterdienst warnte sogar vor starkem Gewitter. Die Patrioten kamen trotzdem zu PEGIDA
  • Ein Gastredner sagte kurzfristig ab.
  • „Volksverräter“-Rufe für Schäubles „Inzucht“-Zitat
  • Eine Schweigeminute für die Opfer des islamistischen Massakers von Orlando / USA.
  • Lutz Bachmann gab bekannt, daß es eine Rufnummer gibt, auf die PEGIDA-Teilnehmer jeweils ab Donnerstag den Veranstaltungsort erfahren können. Sie lautet 0351/896962 16.
  • Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange sieht den Exzellenz-Standort Dresden durch Pegida gefährdet, und fordert mehr Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit.
  • Für die Dresdner Morgenpost sowie den zwangsfinanzierten Mitteldeutschen Rundfunk, das ZDF und die ARD war die Willensbekundung tausender Dresdner nicht berichtenswert. Die Zwangszuschauer werden stattdessen mit der Fußball-Weltmeisterschaft zugedröhnt.
  • Schreikonzert durch etwas 200 bezahlte Gegendemonstranten.

 

  1. Verlauf der Veranstaltung

Gesamtaufzeichnung ( 1.30 h)

 

EPOCH TIMES schreibt

Pegida-Demo Dresden: „Volksverräter“-Rufe für Schäubles „Inzucht“-Zitat

Auf dem Neumarkt sprachen heute nur Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz: Über CETA, die Ausweich-Migrationsroute Polen und verschiedene Zeitungsartikel. Live-Ticker über die Kundgebung der umstrittenen Bürgerbewegung.

Ausführlich hier:

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/pegida-demo-dresden-volksverraeter-rufe-fuer-schaeubles-inzucht-zitat-13062016-a1336637.html

 

Rede von Siegfried Däbritz

  • Teil 1 (11 min.)

 

  • Teil 2 ( 4 min.)

 

Da der Autor im Wesentlichen den Punkt treffe, zitierte er einige Passagen.

  • Wir gegen die Anderen“, „Lügenpresse“, „Volksverräter“: Mit ein paar Begriffen hat Pegida die Widersprüche in der Gesellschaft aufgelöst wie Trinkschokolade.“
  • Die Frage, was Pegida in der extremen Rechten und im gesellschaftlichen Diskurs verändert habe, sei einfach zu beantworten, so der Artikel: alles!
  • Däbritz: „Mit der extremen Rechten sind natürlich wir alle gemeint …“)
  • Er las vor:

Pegida hat alle Tore für die verfasste Etablierung rechter Politik- und Deutungsangebote in der Mitte der Gesellschaft so weit geöffnet, dass Formen diskursiver Aufwertung ultranationalistischer und rassistischer Positionen auch dort Platz greifen, wo dies bislang nicht denkbar war: Im akademischen Betrieb und im intellektuellen Diskurs der Feuilletons des Landes. Führende Intellektuelle machen sich Teile der Ideologie von Pegida mit dem Argument zu eigen, die Debattenkultur in Deutschland sei linksliberal verengt und bedürfe einer Frischluftzufuhr von rechts. Das Gegenteil ist der Fall!“

  • Die politische Landschaft ist nach dem Auftauchen von Pegida nicht mehr dieselbe und könne dies auch nie wieder sein.
  • Dann widmet sich Däbritz noch dem Interview, das Steffen Flath, der neue MDR-Rundfunkratschef und Dresdener Ex-CDU-Chef, vergangene Woche der „Zeit“ gab.

Er las aus dem Interview vor:

  • Das Wort Lügenpresse ärgert mich. Ich glaube, daß von politischen Akteuren – womöglich aus der Neonazi-Szene – bewußt gestreut wurde“, so Flath. Man müsse den Begriff Lügenpresse entlarven und zurückweisen, sagte er weiter. „Aber wir dürfen auch nicht jeden, der ihn vielleicht unbedarft benutzt, als Nazi und Hetzer bezeichnen.“
  • Däbritz schlug statt des Abbildens jeglicher Meinung „ungefilterte und wahrhaftige Berichterstattung“ im Fernsehen vor „und zwar so, daß sich jeder seine eigene Meinung bilden kann“. Denn: „Nachrichten sollen nicht belehren oder lenken, sondern objektiv informieren.“ („Bravo“ riefen die Demonstranten.)
  • „Nachdem Sie nun die Zusammenhänge erkannt haben, warten wir mal auf die inhaltlichen Veränderungen beim MDR. Wir sind sehr gespannt“, sagte Däbritz.
  • Danach zitierte er die Aussage Schäubles über Abschottung und „Inzucht“:

„Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe. Für uns sind Muslime in Deutschland eine Bereicherung unserer Offenheit und unserer Vielfalt. Schauen Sie sich doch mal die dritte Generation der Türken an, gerade auch die Frauen! Das ist doch ein enormes innovatorisches Potenzial!“ Daebritz bestätigt, dass er einige dieser Ausnahmefälle kenne. Die meisten seien jedoch in ihrer „Parallelgesellschaft“ fest verwachsen „und die wollen da auch nicht raus“. Er findet es lächerlich, dass Schäuble 500.000 Millionen Europäer unterstelle, „in Inzucht degeneriert zu sein“, wohingegen es in der muslimischen Welt seit Jahrhunderten üblich sei, daß der Cousin die Cousine heiratet.

  • Weiterhin zitierte er noch den EU-Parlamentspräsident Martin Schulz: „Was die Flüchtlinge uns bringen, ist wertvoller als Gold„. Ein gewaltiger „Pfui-Chor ist die Folge.
  • Über die polnische Grenze etabliere sich gerade eine wenig beachtete Ausweich-Migrationsroute, erklärt er weiter noch. „Mir bekannte Polizisten nennen diese Routen schon länger die Tschetschenen-Route“. Auch sagten sie, daß über diese Route keine Verfolgten kämen, sondern „die Verfolger“. (Diese Route wurde in einem „Welt“-Artikel erwähnt.)

 

Spaziergang ( 1 min.) Auszug

https://www.facebook.com/pegidaevdresden/videos/vb.790669100971515/1136602323044856/?type=2&theater

 

Rede von Lutz Bachmann

  • Teil 1 ( 4 min.)

 

  • Teil 2 ( 9 min.)

 

  • Er bat um eine Schweigeminute für die Opfer des islamistischen Massakers von Orlando / USA
  • Danach gab er eine Telefonnummer bekannt, auf der PEGIDA-Teilnehmer ohne Internet ab Donnerstag den nächsten Veranstaltungsort erfahren können. Sie laute 0351/89696216.
  • Er erklärte, warum die Einprozent-Bewegung entgegen ihrer Ankündigung doch keine Demonstration gegen die „Bilderberger“ durchführte. Es lag an der Sicherheitszone. Man hätte nur Pappschilder hochhalten können, was die Presse ins Lächerliche hätte ziehen können. Für eine spektakuläre Aktion habe das Personal gefehlt.
  • Es ist jetzt die letzte Möglichkeit, gegen das CETA-Freihandelsabkommen aufzubegehren. Denn dieses werde wegen des „unsäglichen Lissabon-Vertrags von 2009“ über die Parlamente der Nationalstaaten hinweg durchgesetzt.
  • “Diese Irren in Brüssel sind mitten im Ausverkauf Europas und werden die Mitgliedsstaaten und deren Volkswirtschaften nachhaltig, wenn nicht irreparabel schädigen“.
  • Dann kam er auf Migrationsbewegungen zu sprechen – und den rechtlichen Umgang der deutschen Polizei und Justiz mit dieser.
  • 000 Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Einreise und anderer Straftaten gegen Migranten habe es im vergangenen Jahr gegeben. Die meisten wurden wegen Geringfügigkeit eingestellt – 357.000 Fälle.
  • Zur Erleichterung der Arbeit der Länder sollen solche Straftaten nun „entkriminalisiert werden“.
  • In Bayern zum Beispiel maß man von Januar 2015 bis März 2016 insgesamt 269.000 solcher Straftaten, von denen 230.000 eingestellt wurden. Er nannte weitere Beispiele.
  • „Das wirft die Frage auf, ob die Bundesrepublik Deutschland überhaupt noch eine souveräne Staatsgrenze hat und ein geltendes Strafrecht“.
  • Er sprach von einer Merkel-Diktatur. Die Kanzlerin schalte und walte, wie sie wolle, unterstützt von Gauck, Maas, von der Leyen und de Maiziére.
  • Pegida habe einen noch immer langen, steinigen Weg vor sich. „Laßt uns gemeinsam anpacken, jeder auf seine Art. Dresden habe gezeigt, wie´s geht“ und viele andere Städte hätten mittlerweile Bürgerbewegungen. Es sei egal, wo man hingehe, Hauptsache, man mache was, rief er auf. Sonst würden einen die Enkel im zerstörten Europa eines Tages fragen, warum man damals nichts getan habe, um Merkel zu stoppen.

 

Singen der Nationalhymne

 

Bilder

 

 

  1. Darstellung in den Systemmedien

Die Dresdner Neueste Nachrichten

Pegida räumt Scheitern bei Protesten gegen Bilderberg-Treffen in Dresden ein

Dem „Abendspaziergang“ von Pegida haben sich in Dresden knapp 2000 Menschen angeschlossen. Lutz Bachmann räumte ein, dass die Bewegung beim Protest gegen die Bilderberg-Konferenz gescheitert ist.

http://www.dnn.de/Dresden/Polizeiticker/Polizeiticker-Dresden/Pegida-raeumt-Scheitern-bei-Protesten-gegen-Bilderberg-Treffen-in-Dresden-ein

Am Altmarkt standen die Gegner der Pegida-Demonstration in Sicht- und Hörweite.

Dresden. Im Zentrum der Landeshauptstadt haben sich am Abend Pegida-Anhänger und -Gegner an der Frauenkirche und am Altmarkt gegenübergestanden. Rund 200 Menschen demonstrierten gegen die Pegidisten. Dem am Aufruf von Pegida zum „Abendspaziergang“ folgten Schätzungen zufolge weniger als 2000 Menschen. Nicht dabei war Tatjana Festerling. Die ehemalige Pegida-Rednerin, die seit Wochen mehrere DNN-Anfragen nach ihrem Verhältnis zu den „Patriotischen Europäern“ und deren „Anführer“ Lutz Bachmann unbeantwortet lässt, verfolgte das Geschehen eisessend auf dem Altmarkt.

Bachmann erklärte auf der Bühne, weshalb Pegida entgegen anderslautenden Ankündigungen doch nicht gegen die Bilderberg-Konferenz protestiert hat. „Es bringt nichts, sich da mit Pappschildchen hinzustellen“, sagte der Mitbegründer der Bewegung. Das richtete sich auch gegen Tatjana Festerling und Edwin Wagensveld, die genau das am Sonnabend getan haben. „Wir haben die Sicherheitsvorkehrungen unterschätzt“, räumte Bachmann ein.

 

Der Tagesspiegel

Exzellenz-Initiative Ministerin: Pegida könnte TU Dresden schaden

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange sieht den Exzellenz-Standort Dresden durch Pegida gefährdet – und fordert mehr Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit.

Wohin? Die TU Dresden ist seit 2012 eine von elf deutschen Exzellenzuniversitäten und die einzige in Ostdeutschland. In der…Foto: dpa

Fremdenfeindliche Aufmärsche und Dresdens Ruf als Pegida-Hochburg könnten der TU Dresden den Elite-Titel kosten, fürchtet Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). „Wir müssen zusehen, dass wir nicht nur an dem Image arbeiten, sondern tatsächlich daran, dass sich die Leute sicher fühlen können hier und tatsächlich auch sicher sind“, sagte Stange dem Tagesspiegel. Dresden und die Dresdner müssten mehr Haltung zeigen: „Wenn ich Berichte höre, dass die Leute auf der Straße oder in der Straßenbahn angepöbelt werden, dann müssen wir klar sagen, dass das nicht Dresden ist und nicht zu unseren Werten gehört.“ In Medienberichten war im vergangenen Jahr mehrfach die Rede von Anfeindungen in der Öffentlichkeit, denen afrikanische oder asiatische Studierende in Dresden ausgesetzt waren.

Ausführlich Hier:

http://www.tagesspiegel.de/wissen/exzellenz-initiative-ministerin-pegida-koennte-tu-dresden-schaden/13722786.html

 

Die Sächsische Zeitung

Immer wieder seien die Organisatoren von Pegida von älteren Menschen gefragt worden, wie sie sich auch Internetzugang über die nächsten Demos informieren könnten. Deshalb soll es demnächst eine Hotline unter Dresden 0351/89696216 geben.

Am Montag hat es in Dresden wieder mehrere Demos gegeben. Bis zu 2 300 Anhänger von Pegida versammelten sich diesmal auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. In Sicht- und Hörweite protestierten mindestens 200 Gegner, wie die Forschungsgruppe „Durchgezählt“ bei Twitter meldete. Die Polizei hielt beide Lager auseinander. Es blieb friedlich.

Außerdem begründete der Pegida-Gründer, warum es in der vergangenen Woche trotz Ankündigung keine Proteste gegen die Bilderberg-Konferenz in Dresden gegeben habe. Einerseits bringe das Hochhalten von Plakaten nichts, andererseits habe man die Sicherheitsvorkehrungen unterschätzt, sagte Bachmann. Er kündigte den „Aufbau kleiner Aktivistengruppen“ an. Was er damit konkret meinte, ließ er offen. Stattdessen forderte er seine Anhänger zum Durchhalten auf. Pegida sei wie ein Marathon und der Weg noch weit, sagte Bachmann.

20:04 Uhr: Durchhalteparolen von Bachmann: „Pegida ist wie ein Marathon.“

20:00 Uhr: Auf dem Neumarkt die gewohnten Rufe wie jeden Montag. „Widerstand“ und „Merkel muss weg“, schreit das Publikum.

19:52 Uhr: Bachmann fordert zu einer Schweigeminute für die Opfer des islamistischen Terrors auf. Er selbst trägt ein weißes T-Shirt mit einer Taube und dem russischen Wort „mir“, was auf deutsch „Frieden“ heißt.

19:22 Uhr: Die Initiative Nope, die den Protest gegen Pegida organisiert, beschwert sich über hohe Polizeipräsenz und deren Filmaufnahmen.

19:00 Uhr: In Hör- und Sichtweite gibt es lautstarken Protest gegen Pegida.

18:58 Uhr: Däbritz weist rassistische Vorwürfe gegen Pegida zurück. Er bezieht sich dabei auf einen Vortrag bei der grünen Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Titel „Was Pegida verändert hat? Alles.“

18:55 Uhr: Däbritz erzählt nicht viel Neues. Es geht mal wieder um die Berichterstattung. Das Publikum schreit reflexartig „Lügenpresse“.

18:36 Uhr: Die Demo auf dem Theaterplatz hat sich in Bewegung gesetzt. Augenzeugen berichten von etwa 200 Menschen, die inzwischen an der Frauenkirche angekommen sind.

18:31 Uhr: Heute ist nicht das beste Demo-Wetter in Dresden. Der Deutsche Wetterdienst hat sogar vor starkem Gewitter gewarnt.

Ausführlich hier:

http://www.sz-online.de/nachrichten/pegida-kuendigt-hotline-an-3419285.html

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