PEGIDA Veranstaltung am 16. April 2016

Gerd Medger – 13.04.2016

  1. Gesamteindruck
  • Schönes Wetter, gute Stimmung unter den Teilnehmer, voller Versammlungsplatz
  • Lutz Bachmann dankte zuallererst Björn Höcke von der AfD Thüringen. Er habe endlich das gesagt, was schon lange fällig war und sich damit als wahrer Patriot gezeigt, der in diesem Land wirklich was bewegen wolle.
  • Alle Altparteien haben den Vertrauensvorschuß verspielt und sich als Volksverräter erwiesen.
  • Forderung nach einem Rücktritt der „Amerika-hörigen“ Bundesregierung.
  • Alleine durch „unsere Anwesenheit“ auf den Straßen treibt Pegida die Noch-Regierenden vor sich her.
  • „Ohne PEGIDA und die AfD“ wäre Deutschland noch völlig verschlafen.
  • Die MOPO schreibt von einem Aufmarsch der PEGIDA – dann sollen sie endlich ihren herbei gelogenen Aufmarsch bekommen. PEGIDA ist einer der wenigen Veranstalter, der sich an die Auflagen und an die Regeln hält. Gegenbeispiele der Gegner gibt es genug.
  • MOPO sprach mit Gründungsmitglied und PEGIDA-Aussteiger Jahn: „PGIDA ist die einzige Form den Protest zu zeigen“. (Ausführlich: siehe unten)
  • Die Reden zeigen immer mehr ein Zusammenrücken aller europäischen und deutschen

 

  1. Verlauf der Veranstaltung

Gesamtaufzeichnung der Veranstaltung (1.5 Stunde)

 

Aufzeichnung von Dresden.pi

Gesamtaufzeichnung (1 h)

 

 

123.jpg

Epoche Time zeichnet die gesamte Veranstaltung vollständig auf.

Pegida-Demo Dresden Live-Ticker: Daebritz fordert Systemwechsel gegen „Parteien-Filz“

Unter dem Motto “Dresden zeigt wie´s geht” versammelte sich eine vierstellige Anzahl Pegida-Anhänger auf dem Dresdener Altmarkt. Bachmann dankt Björn Höcke für sein Statement, die AfD wäre ohne Pegida nicht da, wo sie heute ist. Ein pensionierte Polizei-Gewerkschaftler hält eine „Merkel muss weg“- und Anti-Islamisierungs-Rede. Daebritz fordert einen politischen Systemwechsel, weg vom „Filz“ der Altparteien.

Ausführlich hier lesen:

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/pegida-demo-dresden-live-ticker-daebritz-fordert-systemwechsel-gegen-parteien-filz-11042016-a1320922.html

Epoche Times stellt viele gute Bilder ein. Siehe hier:

http://www.epochtimes.de/galerie/pegida-demo-dresden-live-ticker-daebritz-fordert-systemwechsel-gegen-parteien-filz-11042016-g1320922p1.html

 

Politically In Correct

„Schutzsuchende“, die ihre Kinder vor fahrende Autos legen, um in Deutschland ein Haus zu erpressen, eine Kanzlerin, die offensichtlich mit dem türkischen Diktator einer Meinung ist, wenn es um die Einschränkung der Freiheit von Presse und Kunst geht, die Austragung türkisch-kurdischer Konflikte in unseren Städten und nicht zu vergessen, die sich täglich zuspitzende sicherheitspolitische Lage im Land – all das und mehr erfordert es auch heute wieder auf die Straße zu gehen.

Ausführlich hier lesen:

http://www.pi-news.net/2016/04/live-ab-18-30-uhr-pegida-dresden-6/

 

  1. Reden auf der Veranstaltung

Rede von Lutz Bachmann (13 Minuten)

 

  • Er dankt zuallererst Björn Höcke von der AfD Thüringen. Er habe endlich das gesagt, was schon lange fällig war und sich damit als wahrer Patriot gezeigt, der in diesem Land wirklich was bewegen wollen. (Anm. d. Red:“Ohne Pegida wäre die AfD nicht, wo sie heute ist“, sagte Höcke. Siehe unten.)
  • Veränderung funktioniere nur „mit Leuten, die stark unbeugsam und vor allem unkäuflich“ seien.
  • Alle Altparteien haben den Vertrauensvorschuß verspielt und sich als Volksverräter erwiesen.
  • „Pegida wird immer gegen jegliche Art von religiöser Verstümmelung von Kindern stehen und dies ist „unverhandelbar“ (großer Beifall)
  • Das gleiche gelte auch für tierquälerische Schlachtungs-Methoden wie das Schächten (wieder Riesen-Applaus).
  • Auch wenn er riskiere, dafür als Antisemit beschimpft werden sollte, so Bachmann. Wenn sich jemand mit über 18 etwas abschneiden lasse aus religiösen Gründen, sei das dann seine Sache.
  • Bachmann kritisiert den Chef des Bundesverfassungsschutzes Maaßen, der mittlerweile zugegeben hat, dass man sich bei der „Einschätzung“ des IS geirrt habe.

„Meine Fresse, Maaßen, wie blind und naiv kann man überhaupt sein? Kann man tatsächlich davon ausgehen, anzunehmen, daß Terroristen mit echten Namen und Pässen einreisen und sich dann beim Grenzschutz sagen, ich bin Terrorist und komme um Anschläge vorzubereiten. Pegida hat schon immer auf diese Gefahr hingewiesen.

  • „Mit jedem einzelnen Anschlag erhöht sich die Anzahl der Toten, die auf das Konto UNSERER Regierung gehen“ („Merkel-muss-weg!“-Chor).

 

Lothar Hoffmann (Ex-Chef der Gewerkschaft der Polizei in Sachsen-Anhalt)

(11 Minuten).

  • Er fordert einen Rücktritt der seiner Ansicht nach „Amerika-hörigen“ Bundesregierung.
  • Er ruft dazu auf, der Ausbreitung des Islams Einhalt zu gebieten.
  • Die EU zeige mit dem Erdogan-Flüchtlingsdeal, daß sie nicht mehr in der Lage und nicht Willens ist, grundsätzliche Hoheitsrechte auszuüben.
  • Erdogan werde versuchen, die 6 Millionen ihm mißliebigen Kurden nach Europa loszuwerden, sobald die „unsägliche“ Visafreiheit für türkische Staatsangehörige Realität geworden sei, ist sich Hoffman sicher.
  • Es sei absehbar, daß die meisten Migranten in die Sozialsysteme einwandern, keine Chance auf beruflichen Erfolg haben und somit „daß wir Heerscharen von Entwurzelten und Unzufriedenen produzieren, deren Unmut sich ein politisches Ventil suchen wird“.
  • „Wir brauchen niemanden, der uns vorschreibt, wer unser Freund und unser Feind ist. Nur wenn wir gemeinsam Widerstand gegen orientalische, fordernde Kulturen leisten können wir als freie Staaten überleben“.
  • Es geht „um die Zukunft Deutschland, den Erhalt unserer Souveränität und unserer Kultur und unserer Freiheit“.
  • Und das muß „notfalls auch ohne die Gutmenschen im Westen“ gehen.
  • Sachsen war 1989 schon einmal Wiege einer friedlichen Revolution und werde es wieder sein. („Merkel muß weg“-Chor als er Merkels Rücktritt fordert.)
  • „Wir leisten von hier aus Widerstand gegen das herrschende System und wir werden siegen“.

 

Spaziergang

  •  (1,5 Minuten)
  •  (4 Minuten)

 

Widerstand durch „Demokraten“ und trillerpfeifenblasende Kinder

 

Rede von Siegfried Däbritz (15 Minuten)

  • Alleine durch „unsere Anwesenheit“ auf den Straßen treibt Pegida die Noch-Regierenden vor sich her.
  • „Ohne uns und die AfD“ wäre Deutschland noch völlig verschlafen.
  • Pegida hat das Interesse am Einfordern der Mitbestimmung über ihr Schicksal bei den Menschen wieder geweckt.
  • Was er sich immer frage, wenn er die Phrase „fremdenfeindliches Bündnis“ in Bezug auf Pegida in Zeitungen lese: „Was haben die Dresdener Weltoffenheit und Internationalität, die schon immer da waren mit der Ablehnung von unkontrollierter, arabisch-afrikanischer und damit muslimischer Masseneinwanderung zu tun? Nichts!“
  • Weltoffenheit und Toleranz haben auch nichts „mit der immer weiter gehenden Implementierung einer steinzeitlichen, faschistischen, politischen Ideologie zu tun, die unter dem Deckmantel einer Religion daherkommt“. (Jawohl-Rufe und Applaus.)
  • Hinter der „Keine Grenzen / Wir versorgen die Welt / Islam ist Frieden“-Ideologie steht ein seit Jahrzehnten gewachsenes Versorgungssystem. Angefangen von kleinsten ehrenamtlichen Pöstchen mit gelegentlichen Aufwandsentschädigungen bis hin zu gut besoldeten Landtags-, Bundestags- und EU-Mandaten.
  • Der Weg von den Jugendorganisationen der Parteien bis in die Profi-Politik ist lang und „unangenehme, selbständig denkende Leute“ würden auf diesem „nie in den zweifelhaften Genuß“ kommen, „nach oben durchgereicht zu werden“. Man wird auf Linie gebracht oder ausgesiebt.
  • Das gewachsene politische System sei „mit denselben Teilnehmern nie reformierbar“. Da müssen neue Leute ran, auch solche, die bisher nie darüber nachdachten, in die Politik zu gehen.
  • Er rechnet vor, daß von den aktuell 630 Abgeordneten des Bundestages 149 Beamte und Angestellte aus dem öffentlichen Dienst kommen – Lehrer, Polizisten und Verwaltungsmitarbeiter.
  • Der Anteil derer „die die Karre ziehen“ sank immer weiter. Der Anteil der Bauern sank in 50 Jahren von 52 auf 15 Abgeordnete. Der Anteil der Unternehmer sank von 71 auf 35 Abgeordnete. Ein Industriestaat wie Deutschland brauche in seiner politischen Führung aber dringend die Erfahrung dieser Branchen – und nicht zuletzt die der ganz normalen Arbeitnehmer.
  • Es brauche mehr Idealisten, mehr Menschen aus dem realen Leben. Weniger aalglatte Berufspolitiker und Gewerkschaftsfunktionäre. Auch die amtierenden Politiker kämen ursprünglich aus dem Volk hätten sich aber entfernt.
  • „Wir, das Volk, wollen zu den wichtigen Entscheidungen einfach nur gefragt werden.“ Doch davor habe die politische Klasse am meisten Angst. Er kommt auf die niederländische Abstimmung auf zum Ukraine-EU-Beitritt zu sprechen und gratuliert Geert Wilders zum Erfolg des „Nee!“.
  • Er sieht es als zwangsläufig an, daß aus muslimischer Einwanderung muslimische Parallelgesellschaften werden – wie es auch in den vergangenen Jahrzehnten geschehen ist. „Aus Multikulti wird Monokulti. Eingewickelt in Stoffbeutel. Das wollen wir nicht“.
  • Er meinte, es gebe keine Alternative als bis zur kommenden Bundestagswahl weiter zu demonstrieren. Er schließt: „Wenn es soweit ist, laßt uns diesen gesamten Filz abwählen. Laßt uns Sonderschüler Sigmar, den Masturbator, die taube Nuss, den dampfenden Cem, Fatima Roth und Co. in Rente schicken.“ (Jubel)

 

PEGIDA und ANTIFA prallen aufeinander (1,5 Minute)

 

Gemeinsames Singen der Nationalhymne

Es leuchtete wieder die tausenden Lichter der Teilnehmer.

 

MOPO24

MOPO24 sprach am Rande mit PEGIDA-Aussteiger René Jahn:

Ein interessanter Beitrag, da Jahn ein Gründungsmitglied der PEGIDA ist.

  • Er nimmt wieder jeden Montag an PEGIDA teil.
  • Er sieht es als seine Pflicht, sich mit den Teilnehmern zu unterhalten, die berechtigte Sorgen haben.
  • PEGIDA ist die einzige Form um den Protest zu zeigen.

 

SZ_Online

  1. Weitere Meldungen in der Presse

Pegida und Gepida – der Demo-Montag im Tickerprotokoll

Pegida-Chef Lutz Bachmann hat von einer „bevorstehenden Gründung“ einer eigenen Partei gesprochen. Dies sei unerlässlich, um vereint mit der AfD, der Identitären Bewegung und andern Kräften ein starkes Wählerbündnis zu schaffen. Er betonte, auch eine Pegida-Partei werde diese patriotische Bewegung nicht spalten. Nach Angaben von „Durchgezählt“ waren am Montagabend bis zu 3 000 Pegida-Anhänger in Dresden auf der Straße. Auf der Seite der Gegendemonstranten versammelten sich bis zu 250 Anhänger. Die Demos blieben friedlich.

Das Geschehen im Ticker-Protokoll:

20:23 Uhr: Die Gruppe „Durchgezählt“ nennt für Pegida eine Teilnehmerzahl von 2 500 bis 3 000 Menschen. Auf der Gegenkundgebung sollen 200 bis 250 Menschen gewesen sein. 303 Polizeibeamte waren im Einsatz.

19:55 Uhr: „Was wir brauchen sind Idealisten, mehr Menschen aus dem realen Leben“, fordert Däbritz für den Politikbetrieb. Weiter geht es gegen Politiker, die realitätsfern sind/werden etc. Däbritz fordert weiter direkte Demokratie, vor der die Mächtigen aber Angst hätten. Er verweist dann auf den niederländischen Volksentscheid zum Assoziierungsabkommen mit der Ukraine.

19:53 Uhr: Die Verflechtungen unter den Politikern im „gewachsenen politischen System“ werden thematisiert. „Neue Leute“ müssten ran. Weiter geht es mit einer Betrachtung der Zusammensetzung des Bundestages, wo immer mehr Beamte und immer weniger von denen säßen, die „den Karren ziehen“.

19:49 Uhr: Jetzt geht‘s weiter auf dem Altmarkt. Siegfried Däbritz spricht davon, wie Pegida die „Politik vor sich hertreibe“. Ohne Pegida wäre ganz Deutschland noch „völlig sediert“

19:08 Uhr: Sachsen wird Lothar zufolge wieder Wiege einer friedlichen Revolution sein, die Menge antwortet mit „Jawohl!“ und dem unvermeidlichen „Merkel muss weg!“.

19:06 Uhr: Lothar dankt den mazedonischen Soldaten an der Grenze zu Griechenland für ihre Arbeit. Diese würden das umsetzen, was er eigentlich von der deutschen Regierung erwarte – konsequenten Grenzschutz.

19:05 Uhr: Der Redner verweist auf die Beispiele Frankreich und Belgien und die dort nicht vollzogene Integration muslimischer Einwanderer. Man skandiert „Festung Europa, macht die Grenzen dicht!“.

19.03 Uhr: Lothar thematisiert die gewalttätigen Demos von Türken und Kurden in Deutschland, die Menge skandiert „Abschieben!“. Die „Wir schaffen das!“-Mentalität müsse ein Ende haben, „keine Scharia in Deutschland“.

18:59 Uhr: „Unser Lothar“ wird von Bachmann als Redner angekündigt, ein „ehemaliger Beamter“. Lothar spricht von hormongesteuerten Männern, die „unsere Frauen“ als Freiwild betrachten, von der Amerika-gesteuerten Regierung in Berlin und von Wirtschaftsflüchtlingen, die Deutsche vertreiben würden. Lothar fordert ein Einwanderungsgesetzt nach kanadischem Vorbild.

18:57 Uhr: Bachmann kündigt den baldigen „unvermeidlichen Politik- und Regierungswechsel“ an, damit verbunden werden alle linken Verbrecher zur Verantwortung gezogen.

18:55 Uhr: Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, ist jetzt Ziel der Kritik. Auch Kanzlerin Merkel kommt zur Sprache, und ihre Verantwortung für islamistische Attentate, Vergewaltigungen und so weiter. Auch die Schuld für den Großteil rechter Gewalttaten in Deutschland trage die Merkel-Regierung, so Bachmann weiter.

18.53 Uhr: Bachmann thematisiert Erdogan und seine Kurdenpolitik und warnt vor massenhafter Einwanderung von Kurden qua Visafreiheit für türkische Staatsbürger.

18:45 Uhr: Lutz Bachmann verliest am Mikrofon die Auflagen für die Kundgebung und dankt dem thüringischen AfD-Politiker Björn Höcke für sein Wirken. Er beschwört die Nicht-Korrumpierbarkeit der „Patrioten“ und spricht sich für eine Einheit von Pegida, Identitäre Bewegung etc. aus. Danach geht es wie gewohnt gegen die „etablierten Parteien“ – aus dem Publikum ertönt „Ausmisten!“ und „Volksverräter!“.

Ausführlich hier lesen:

http://www.sz-online.de/nachrichten/pegida-und-gepida-der-demo-montag-im-tickerprotokoll-3369219.html

 

DNN

Pegida und Gepida: Kein Dialog auf Sichtweite

So nah wie lange nicht kamen sich am Montagabend die beiden Demos von Pegida und Gepida. Während die Islamgegner gerade vom Altmarkt aus auf die Wilsdruffer Straße loslaufen wollten, kam auch Gepida vom Neumarkt aus auf die Wilsdruffer Straße, so dass sich die Anhänger beider Seiten direkt vor dem Kulturpalast gegenüber standen.

MOPO24

https://mopo24.de/nachrichten/Dresden-Pegida-Gepida-Demo-Lutz-Bachmann-Altmarkt-66212

Dresden – PEGIDA und ihr Anführer Lutz Bachmann (43) haben für den heutigen Montagabend wieder zur Demo aufgerufen.

Macht er seine Ankündigung wahr und laufen die Demonstranten wirklich über die Prager Straße? Am vergangenen Montag hatte er noch davon getönt. Der Aufmarsch beginnt um 18.30 Uhr auf dem Altmarkt.

Auch Gegenprotest in Form von GEPIDA hat sich angesagt. Diese Demonstranten treffen sich ab 18 Uhr auf dem Theaterplatz, eine weitere Kundgebung ist um 18.30 Uhr auf dem Neumarkt geplant.

Möchten Sie, möchtest Du dies kommentieren - wir freuen uns auf einen regen Gedankenaustausch . . .