PEGIDA Veranstaltung am 20. Juni 2016

Gerd Medger – 21.06.2016

  1. Gesamteindruck
  • Schönes Wetter, mehrere tausend Teilnehmer.
  • Alle waren gespannt, wie es nach dem Streit zw. Bachmann und Festerling weiter geht.
  • Anlaß war die Inaktivität anläßlich der Bilderberger-Konferenz in Dresden und ein darauf folgender Beitrag im Weltnetz von Edwin Wagenveld.
  • Lutz Bachmann stellte die Vertrauensfrage, die Teilnehmer stimmten jubelnd für ihn.
  • Er informierte über die Finanzen und deren Verwendung.
  • Plakate mit der Aufschrift: „LB V-Mann?“ und „Schluß mit der Spalterei“
  • Vielleicht war dieses als reinigende Gewitter notwendig.
  • Viele Teilnehmer sehnen sich aber immer noch Tatjana Festerling zurück.
  • An die Schreihälse mit Stinkefinger als Gegendemonstranten hat sich PEGIDA gewöhnt.
  • Frau Merkel, Herr Maas, Herr Tillich sowie Konsorten und Hetzer: PEGIDA lebt weiter, PEGIDA geht nicht unter, PEGDA ist im Volk verwurzelt.

 

  1. Weitere Anmerkungen

Tatjana Festerling wurde seit etwa April auf den PEGIDA-Veranstaltungen vermißt, sie trat nicht auf, sie war nicht zu sehen und es gab keinerlei Erklärungen dazu.

Es scheinen aber trotzdem Informationen durchgesickert zu sein, so daß weiderholt Fragen gestellt wurden und vielfach Desinformationen gestreut wurden

In den vergangenen Wochen hatte man hier und da Schilder mit Aufschriften gesehen wie: „Tatjana, wo bist du?“ oder „Tatjana gehört zu Pegida und zur Orga“.

Anlaß waren schließlich die angekündigten aber nicht durchgeführten „Nadelstich“ gegen die Bilderbergerkonferenz vom 9. Bis 12. Juni in Dresden. Auf diese Warteten alle Patrioten von PEGIDA. Es kam nicht und es wurde nichts angekündigt

Edwin Wagenveld veröffentlichte im Weltnetz seien kritischen Anmerkungen dazu. Siehe hier: http://www.tatjanafesterling.de/ (unter Aktuelle, etwas herunterrollen)

Zur PEGIDA-Veranstaltung am 13. Juni gab Lutz Bachmann eine abwertend Erklärung dazu aber (siehe hier: Erklärung: https://www.youtube.com/watch?v=GK-ofgnKo3g (ab min 3.00)

Darauf entlud sich der Unwille, der Teilnehmer und natürlich auch der von Tatjana Festerling.

Siehe dazu meinen Beitrag: „Tatjana Festerling–wie weiter?“ (lfd. Nr. 93) (http://weltenesche.com/politik/pegida/veranstaltungen.html )

Die Lage spitze sich zu, wobei die Hauptschuld nicht bei Tatjana Festerling gesehen wurde. Die Medien schlachteten es genüßlich aus und das System war voller Hoffnung, die PEGIDA-Plage endlich loszuwerden.

Alle Patrioten waren sich aber einig: PEGIDA als einzige Form der Opposition, der außerparlamentarischen Opposition, muß erhalten bleiben.

Vor der Veranstaltung fanden zahlreiche Gespräche durch besorgte Patrioten mit Teilnehmern statt. Ziel dieser Gespräche war es,

  • PEGIDA zusammenzuhalten,
  • über verschiedene Mängel (wenn es überhaupt solche sind) hinwegzusehen
  • und damit zu dem ORGA-Team zu stehen.

Die Vertrauensfrage von Lutz Bachmann und die Antwort der Teilnehmer bestätigten den Erfolg dieser Gespräche.

Vielleicht war es das reinigende Gewitter, unter Eheleuten oft üblich, welches notwendig war das Klarheit schaffte und ein Weitergehen ermöglicht.

Frau Merkel, Herr Maas, Herr Tillich sowie Konsorten und Hetzer:

  • PEGIDA lebt weiter
  • PEGIDA geht nicht unter
  • PEGIDA ist im Volk verwurzelt

 

  1. Verlauf der Veranstaltung

 

Gesamtaufzeichnung( 2 h)

 

EPOCH TIMES schreibt wie folgt:

Bachmann stellt nach dem Krach mit Festerling die „Vertrauensfrage“. Die Masse steht zu ihm. Die Stimmung ist ungewohnt aufgeregt und emotional. Live-Ticker mit den Reden der umstrittenen Bürgerbewegung.

„Wir alle sind sehr gespannt, was heute hier abgeht“, so bringt eine Pegida-nahe Quelle die Situation in Dresden auf den Punkt. Man habe sonniges Wetter. Der Platz fülle sich langsam. Es seien jedoch noch Massen unterwegs. Als Redner werden Lutz Bachmann, Siegfried Daebritz, Engelbert Merz aus Hoyerswerda und zwei „Spaziergänger“ im Rahmen des offenen Mikrophons angekündigt.

Ausführlich hier:

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/pegida-demo-dresden-live-ticker-bachmann-stellt-vertrauensfrage-masse-steht-zu-ihm-20062016-a1338283.html

 

Rede von Lutz  Bachmann (9 min.)

 

  • Es gebe so viele wichtige Themen auf der Welt – womit müsse man sich beschäftigen? „Mit Kleinkrieg“, begann er.
  • Er erklärte, was alles auf Pegida-Vereinskosten gekauft wurde mit Geldbeträgen: Unter anderem eine Tonanlage, Funkgeräte, der Geert Wilders-Auftritt, der „Pegida-Geburtstag“ im vergangenen Herbst. Es wurden zwei Partys für die Ordner durchgeführt, die das ganze Jahr lang Pegida absichern. Das würde ihnen nun als „lax“ ausgelegt.
  • Er könnte sich wahnsinnig aufregen. Es sei alles transparent. „Ihr könnt sicher sein, das Finanzamt, die gucken uns richtig in A****“.
  • Er meinte, wenn Pegida alle Firmen nennen würde, bei denen man etwas gekauft hätte, dann würden diese ziemlich viel Druck und Ärger bekommen.
  • Lutz Bachmann stellte die „Vertrauensfrage“, auch angesichts dessen, daß es „auf Facebook diverse Gruppen gebe“ die ihn kritisieren. Er bittet alle, die ihm und dem aktuellen Orga-Team vertrauen, die Hand zu heben. Wer ihm nicht vertraue, der solle es lassen.
  • Im Live-Stream sieht man ein Meer von gehobenen Händen. „Danke, davon bitte mal jemand ein Foto machen, damit das Thema jetzt vom Tisch ist“, so Bachmann.
  • Wer ihm unterstelle, ein V-Mann zu sein, der solle „selbst hier auf´s Podium kommen“. Auch sagte er sinngemäß: Ihr wißt nicht, was es bedeutet, hier monatelang den A**** hinzuhalten und sich nonstop beschimpfen lassen zu müssen.
  • Bezüglich auf Festerling persönlich sagt er: „Das was wir geschrieben haben in unserem Statement meinen wir ERNST!“ Man wünsche Tatjana für ihre Arbeit viel Glück. Bezüglich Festerlings Engagement für „Festung Europa“ sagt er: „Das ist eine ganz wichtige Sache“. Und bezüglich Legida in Leipzig ruft er ihr zu: „Mach es besser, als die, die es gegen die Wand gefahren haben!“

 

Rede von Dieter (11 min.)

 

  • Ein „Spaziergänger“ namens Dieter sprach. Er hielt eine sehr fundierte Rede zum Thema militärisches Kräfteverhältnis zwischen NATO und Rußland.
  • Er nannte viel Zahlen uns statistische Angaben.
  • Es ist eine sehr USA-kritische Rede.
  • „Nato raus aus der Ukraine und weg von Russlands Grenzen“, forderte er.
  • Rußland sei atomar eine Supermacht. Es bringe Europa außer der totalen Auslöschung nichts, mit dieser Macht in Konflikt zu geraten.
  • Er forderte die Journalisten Deutschlands und Europas auf, wieder ihrer eigentlichen Bestimmung gerecht zu werden und mutig wahrheitsgemäße Fakten zu berichten. Dies würde ihnen wieder Ansehen bescheren.

 

Rede von Engelbert Merz (11 min.)

 

  • Er hielt eine scharfe Rede zu verschiedensten Themen.
  • Er kritisierte, daß über die russischen Hooligan-Krawalle während der WM drei Tage lang im Fernsehen berichtet wurde, während zur gleichen Zeit der Görlitzer Oberbürgermeister junge Frauen der Stadt gewarnt habe, nicht mehr ohne männliche Begleitung nachts in die Innenstadt zu gehen, weil sich dort junge Männer aus verschiedenen Nationen prügeln. Dies sei die Wahrheit, die man jedoch nicht im TV erfahre.
  • Er wies darauf hin, daß es in südeuropäischen Ländern enorm hohe Jugendarbeitlosigkeit unter ausgebildeten Menschen gebe. Allerdings würden diese nicht mit Sprachkursen gefördert, um in Deutschland arbeiten zu können. Stattdessen müsse man die Türen öffnen und sagen „Kommt aus Afrika, es ist bunt …“ „Ich will das nicht“, so Merz. „Denn diese Menschen haben mit meiner Kultur und meinem Europa nichts zu tun.“
  • Er sei kein Fremdenfeind. Er habe auch nichts gegen Griechen, Vietnamesen, Chinesen etc. Merkel rief er zu: „Wir lieben diese gebildeten Menschen, mit denen wir umgehen können. Aber wir können nicht mit Menschen umgehen, die zu uns sagen: Wir werden euch erobern und besetzen und dann werden wir das tun, was wir zu Hause auch tun.“
  • „Wir hier in Dresden sind die Speerspitze der bürgerlichen außerparlamentarischen Opposition in Deutschland“.

 

 

Rede von Fridolin (10 min.)

(ab min. 1.38)

  • Er hielt eine Rede über die „Einzelfälle“ die sich innerhalb der letzten 15 Monate in seinem Familienumfeld ereignet haben. Unter anderem einem sexuellen Übergriff durch einen dunkelhäutigen Täter, dem eine 74-jährige Ende April nur knapp entkam
  • Ein weitere Fall: Eine 79-jährige in Freital wachte im März 2015 nachts auf und entdeckte einen „südländisch“ aussehenden Einbrecher in ihrer Wohnung, der bereits alle Schränke durchwühlt hatte. Auf die Frage was er wolle, sagte er in gebrochenem Deutsch, er wolle nichts stehlen, sondern sich nur aufwärmen, weil es draußen so kalt sei.
  • Zum Thema „soziale Schieflage“ erzählte er noch von seiner Frau, die Schneiderin sei und seit 30 Jahren unter Rheuma leide. Sie nehme lieber starke Schmerzmittel statt sich krank schreiben zu lassen, weil man speziell in kleineren Betrieben seinen Job schnell los sein kann.
  • Er sprach auch über die US-Hörigkeit der Bundeskanzlerin und schloß seine Rede mit: „Wir brauchen keine amerikanischen Atomwaffen auf deutschem Boden. Und wir brauchen auch SIE nicht, Frau Merkel! Deutschland habe etwas Besseres verdient.

 

Rede von Siegfried Däbritz (9 min.)

 

  • Er weiß nicht, womit er beginnen soll: Die wahren und die gelogenen Zahlen zur Zuwanderung, die Brexit-Abstimmung, TTIP und CETA, das Nato-Manöver in Polen, die Wahlunregelmäßigkeiten in Österreich, „die Unstimmigkeiten innerhalb der AfD“, Putins Zugehen auf Europa beim Thema Sanktionen, Erdogans Spielchen, die Nachwirkungen des Anschlags von Orlando.
  • Pegida biete nur die Plattform, um den Mund auf zu machen.
  • Patzelt sage in seinem neuen Buch, daß Pegida in vielen seinen Thesen lediglich der Zeit voraus gewesen sei. Man sei nur angetreten, damit Bürger gegen die Widrigkeiten eine Stimme haben.
  • „Wir sind angetreten und haben alles an medialer und politischer Prügel eingesteckt, was geht. Wir haben unsere Privatleben faktisch aufgegeben. Wir haben Freunde verloren und Ärger auf Arbeit bekommen“. Man habe den vergangenen Sommer trotz geringerer Teilnehmerzahlen durchgehalten. „Und wir werden auch diesen Sommer durchhalten“. Denn wenn die Bewegungen auf den Straßen einschliefen, hätten „die Volksverräter gewonnen, ohne einen Finger krumm zu machen“.
  • Bis zu den nächsten Wahlen würde die Politik dann nur Placebos streuen und die AfD massiv angreifen, die aktuell die einzige ernstzunehmende Oppositionspartei sei.
  • Mit den derzeitigen Regierenden und dem existierendem Establishment werde es keinen Grenzschutz geben.
  • Er wiederholte seine oft gesagte These: „Ohne einen Stopp der illegalen Zuwanderung werden alle Problem, die wir jetzt haben, in Zukunft sehr klein aussehen.“
  • Es gehe um nichts Geringeres als um die Existenz des aufgeklärten europäischen Kulturraumes und die Existenz der europäischen Sozialstaaten.

 

Gegendemonstranten (jeweils 1 min.)

 

 

Rufe: Lügenpresse  (0,5 min.)

 

Rufe: Merkel muß weg (0,5 min.)

 

Singen der Nationalhymne

 

  1. Darstellung in den Medien

 

Die Sächsische Zeitung

Ausführliche Dastellung, dies Systemnähe sit oft zu erkenne

Wenn sich Pegida um 18.30 Uhr wieder auf dem Wiener Platz trifft, gehen auch diverse Gegenveranstaltungen in der Innenstadt über die Bühne: An drei Stellen haben die Veranstalter namens „Dezentral“ ihre Kundgebungen angemeldet und erklären noch einmal im Facebook-Post, dass es sich dabei eben um keine Demonstrationen handle. (szo)

 

Lutz Bachmann verzichtet auf seine Rede und reagiert gereizt auf die Vorwürfe vonseiten der „Festung Europa“: Beim Kassensturz zählt er Investitionen auf und wettert gegen die Persona non grata. So kostete die Bohse-Technik in Summe rund 20 000 Euro, die Geburtstagsfeier bezifferte er mit 12 000 Euro und mindestens ebenso viel habe wohl auch der Besuch von Geert Wilders gekostet. 5 500 Euro erhielten die elf Opfer der angezündeten Autos, die Komponisten der Hymne kassierten 2 000 Euro, Tierheim und Obdachlose bekamen zusammen knapp 8 000 Euro und der monatliche Aufwand liege bei 700 Euro, schloss Bachmann. Über die Höhe der Einnahmen und die Zahl der Spender schwieg er jedoch.

Ausführlich hier:

http://www.sz-online.de/nachrichten/bachmann-stellt-vertrauensfrage-3424871.html

 

Bild

Hauskrach bei den rechten Hetzern | Ist Pegida am Ende?

In der Pegida-Führung ist es zum offenen Bruch gekommen. Tatjana Festerling wird aus dem Verein ausgeschlossen. Bislang war sie neben dem mehrfach vorbestraften Pegida-Gründer Lutz Bachmann ein führender Kopf der fremdenfeindlichen Bewegung.

Das sogenannte Orga-Team von Pegida warf Festerling in einer auf Facebook verbreiteten Erklärung „vereinsschädigendes Verhalten“ vor. Zur Begründung heißt es unter anderem, Festerling habe sich nicht an Absprachen gehalten und ihre Redemanuskripte vorab nicht vorgelegt. Festerling wiederum bezichtigte Bachmann ihrerseits der Lüge.

Ausführlich hier:

http://www.bild.de/politik/inland/pegida/ist-pediga-am-ende-46350342.bild.html

 

 

Dresdner Neueste Nachrichten

Nach Schlammschlacht mit FesterlingPegida in Dresden: Bachmann stellt die Vertrauensfrage

Nachdem es in der vergangenen Woche nach dem Rauswurf der ehemaligen Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling zu einer öffentlichen Schlammschlacht in den sozialen Netzwerken gekommen war, äußerte sich Pegida-Chef Lutz Bachmann bei der Demonstration am Montagabend auf dem Wiener Platz zu den Vorwürfen.

Ausführlich hier:

http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Pegida-in-Dresden-Bachmann-stellt-die-Vertrauensfrage

Bilder:

http://www.dnn.de/Dresden/Fotostrecken-Dresden/Pegida-und-der-Gegenprotest-am-20.06.16-in-Dresden#p1

 

 

Prof Patzelt Politwissenschaftler an der TU Dresden

Ist der Führungsstreit für Pegida der Anfang vom Ende?

AfD und Pegida

Der Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt hat davor gewarnt, Fehler beim Umgang mit dem islamfeindlichen Pegida-Bündnis bei der AfD zu wiederholen…

Der rechtsnationale AfD-Flügel mit seinem Wortführer Björn Höcke will sich Auftritte bei Demonstrationen des islam- und fremdenfeindlichen Pegida…

Pegida-Experte Prof. Werner Patzelt, der vor wenigen Tagen ein neues Buch über die Bewegung veröffentlicht hat, sagte zu BILD: Ich glaube, dass die Straßendemonstrationen in Dresden durch das Zerwürfnis zwischen Bachmann und Frau Festerling leiden werden. Herr Bachmann scheint außerdem psychisch und organisatorisch am Ende seiner Kräfte zu sein. Es kommt hinzu: Was Pegida anschieben wollte, hat in Gestalt der AfD politische Wucht bekommen. Durch die AfD wird Pegida faktisch überflüssig.

Ausführlich hier:

http://www.bild.de/regional/aktuelles/patzelt-fehler-wie-bei-pegida-bei-afd-vermeiden-46294894.bild.html

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