PEGIDA Veranstaltung am 23. Mai 2016

Gerd Medger – 27.05.2015

  1. Gesamteindruck
  • Voller Versammlungsplatz, auf dem Schlesischen Platz vor dem Bahnhof Dresden Neustadt trafen sich tausende Teilnehmer, trotz Unwetterwarnung, Blitze, Donner und aufziehender schwarzer Wolken.
  • Bereits im Vorfeld Hetze und Androhung von Gewalt gegen PEGIDA im Internet
  • Laut Augenzeugen wurden Plakate geklebt, die offen zu Gewalt gegen Pegida aufriefen.
  • Vier Gegendemonstrationen mit über 2000 Teilnehmern (zum Teil von außerhalb Dresdens), weil sich PEGIDA „wagte“ in die Dresdner Neustadt zu versammeln, denn das sei deren Revier.
  • Gegendemonstranten wurden durch Wagenburgen (Stoßstange an Stoßstange) der Polizeiautos von der Stürmung des Versammlungsplatzes der PEGIDA abgehalten.
  • Sie antworten mit überlauten musikähnlichen Geräuschen, Trillerpfeifen und anderen Lärminstrumenten.
  • Die Gegendemonstranten bewarfen PEGIDA mit harten Gegenständen, blockierten den Abgang vom Versammlungsplatz nach dem Ende der Veranstaltung.
  • Auf dem Heimweg wurden Teilnehmer körperlich angegriffen und verletzt.
  • Polizei konnte erneut eine bürgerkriegsähnliche Situation üben: Trennung befeindeter Menschengruppen
  • Trotz Unwetterwarnung fand de Spaziergang der PEGIDA statt. Die Polizei sichert diesen gut gegen die Gegendemonstranten ab.
  • Die Medien ergossen sich erneut in Hetztiraden: „der Aufmarsch der PEGIDA“.
  • Die Menge startete mehrfach „Merkel muss weg“-Chor und Rufe „Festung Europa – macht die Grenzen dicht“.
  • Das Ergebnis der Stichwahl in Österreich für das Amt des Bundespräsidenten, welches der Kandidat der „Koalition der Verlierer“ mit einem Vorsprung von 0,3 Prozent „gewann“,  wurde durch einen Identitären aus Österreich ausgewertet.

 

  1. Verlauf der Veranstaltung

Gesamtaufzeichnung der Veranstaltung (1.5 Stunde)


EPOCHE Times berichtet:

Pegida mit identitärem Österreicher: „Van der Bellen ist nicht mein Präsident!“

Die Kundgebung der Dresdener Pegida-Bewegung auf dem Schlesischen Platz am Bahnhof Neustadt stand im Zeichen einer amtlichen Unwetterwarnung. Es gab zwei flammende Reden und einen Spaziergang im Schnelldurchlauf. .

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/pegida-demo-live-ticker-identitaerer-oesterreicher-van-der-bellen-ist-nicht-mein-praesident23052016-a1331565.html

 

Eröffnung durch Siegfried Däbritz (2 min)

  • Wegen der amtlichen Unwetterwarnung hatte Siegfried Daebritz zu Beginn erklärt, daß die Versammlung sofort aus Sicherheitsgründen aufgelöst werde, sollten wirklich die angekündigten Gewitter oder Starkregen kommen.
  • Der „Spaziergang“ wurde vorgezogen.

 

Spaziergang (3 min)

 

 

Rede von Siegfried Däbritz nach dem Spaziergang (11min)

 

 

  • Man beneide die Österreicher um ihre Möglichkeit der direktdemokratischen Mitbestimmung bezüglich der Wahl des Bundespräsidenten, der nicht nur ein „Grüßaugust“ sei, sondern in Österreich einiges bewegen könne, zum Beispiel die Regierung entlassen.
  • Er zitierte Nobert Lammert (CDU Bundestagspräsident): Er fühle sich nach den jüngsten Entwicklungen in Österreich in seiner Zurückhaltung bestätigt, was die vermeintliche Überlegenheit von plebiszitären Wahlverfahren gegenüber repräsentativen Verfahren angehe. „Ich bin heilfroh, daß wir in Deutschland den Bundespräsidenten in einer eigens zu diesem Zweck zusammengerufenen Bundesversammlung wählen und nicht in einer Direktwahl“, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk.
  • „Herr Lammert, wir sind auch heilfroh. Darüber daß Sie im Namen Ihrer Partei CDU Ihr Demokratie-Defizit so offen kundtun“, entgegnete Däbritz.
  • „Natürlich dürfen Menschen wählen was sie wollen, aber Demokraten sollten sich zusammentun, um das zu verhindern“, sagte Malu Dreyer (SPD) gestern bei Anne Will.
  • Nun überschlagen sich die Warnungen, daß die EU-Außengrenzen so schlecht geschützt würden. Sie sollten nicht reden, sondern einfach machen, rief er der Politik zu.
  • Der Wähler solle glauben, daß es voran geht und er weiter CDU wählen könne.
  • Währenddessen sei Merkel in der Türkei um den „Sultan“ gnädig zu stimmen. Sie sei die Schande Deutschlands und ganz Europas.

 

Martin Sellner  Österreich – Identitäre Bewegung (11 min)

 

Martin Sellner sprach am 6. Februar 2016 schon einmal bei Pegida. Siehe hier:

(https://www.youtube.com/watch?v=37taxrDBvto

oder hier: http://weltenesche.com/politik/pegida/veranstaltungen.html (lfd. Nr. 76)

  • Er rief zunächst „Alexander van der Bellen ist NICHT mein Präsident“.
  • Er hätte gerne eine bessere Nachricht gehabt und „mit euch in den Jubel eingestimmt, daß das erste westeuropäische Land den Multikulti-Kurs verlassen hat“. Es habe aber noch nicht ganz gereicht.
  • Van der Bellen habe gewonnen durch eine „Allianz der ideologisch abgehalfterten Kleingruppen“. Diese sei nötig gewesen, anders hätte es nicht geklappt. Das System habe „ein Blockbündnis gegen das eigene Volk“ schließen müssen.
  • Er klärt auf:
  • 80 Prozent aller Hofer-Wähler seien Arbeiter gewesen – die Leute, welche das Geld erwirtschaften und die Folgen von Multikulti jeden Tag ausbaden müßten.
  • Van der Bellen hätten die Privilegierten gewählt, wie Studenten, Künstler und Leute an den Schalthebeln an der Macht, die „von oben herab“ auf das Volk schauen und durch andere finanziert sein.
  • Wer noch Van der Bellen gewählt habe – „und das ist die große Gefahr, die aufzieht über Europa, das waren die Moslems“. Ein islamischer Salafist, ein Imam in Wien habe mit türkisch-sprachigen Flugblättern und Plakaten Wahlwerbung für Van der Bellen gemacht. „Diese Leute importieren sich ein anderes Volk, bilden ein Blockbündnis gegen das eigene Volk und bleiben damit mit Mühe und Not an der Macht.
  • In Wien werde jede Woche eine junge Frau vergewaltigt. Vor wenigen Wochen wurde eine Wienerin von einem „illegalen Afrikaner“ mit einer Eisenstange zu Tode geprügelt. Man werde nicht ruhen, bis der Mörder abgeschoben sei. Man werde Van der Bellen eine Petition zu diesem unangenehmen Thema notfalls auch auf einer Bühne oder bei einer öffentlichen Gelegenheit überreichen, kündigte er an.

 

Erklärung von Lutz Bachmann (2.30 min)

 

Singen der Nationalhymne

 

  • Weil es ungemütlich wurde und das Unwetter immer näher kam wurde noch schnell gemeinsam die Nationalhymne gesungen und die Veranstaltung beendet.
  • Während der Schlusskundgebung wurden die Teilnehmer von Antifa-nahen Gegendemonstranten mit Schrauben, Schraubenmuttern und Flaschen beworfen.
  • Das Pegida-Orga-Team rief auf, wer derartige Beobachtungen machte und Gegenstände als Beweise gesammelt hat, bitte abgeben. Man wolle Anzeige erstatten.

 

  1. Berichte in den Medien

Bericht der Dresdner Neusten Nachrichte:

http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Mehr-als-2000-Menschen-stellen-sich-Pegida-in-der-Neustadt-entgegen

 

Demo-Abend bleibt ruhig Mehr als 2000 Menschen stellen sich Pegida in der Neustadt entgegen

Das hatten sich die Pegida-Teilnehmer am Montagabend wohl ganz anders vorgestellt, als sie kurz vor 20 Uhr fluchtartig den Schlesischen Platz verließen. Binnen zwei Minuten war die Freifläche vor dem Bahnhof Neustadt leer – und feiern taten nur die mehr als 2000 Gegendemonstranten.

Dresden. Das hatten sich die Pegida-Teilnehmer am Montagabend wohl ganz anders vorgestellt, als sie kurz vor 20 Uhr fluchtartig den Schlesischen Platz verließen.  Binnen zwei Minuten war die Freifläche vor dem Bahnhof Neustadt leer – und feiern taten nur die Gegendemonstranten.

Denn während die Teilnehmerzahl bei Pegida laut „Durchgezählt“ erneut schwand, nur 2000 bis 2500 kamen, konnte die Gegenseite einen Bestwert verbuchen. Mehr als 2000 Menschen stellten sich laut Durchgezählt Pegida entgegen. Mehr kamen zuletzt am 19. Oktober. Die „Genervten Einwohner“ von Gepida konnten noch nie so viele Menschen auf die Straße bringen.

Etwa 2000 Pegidaanhänger zogen am Montagabend durch die Neustadt, rund 1000 Gegendemonstranten stellten sich ihnen entgegen. Bei den Demos blieb es friedlich, nur gegen etwa 70 Hooligans musste die Polizei mit Pfefferspray vorgehen. (Fotos: DNN)

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Zudem fehlte bei Pegidas erstem Ausflug in die Äußere Neustadt der Chef der islam- und asylfeindlichen Bewegung. Lutz Bachmann zog den Geburtstag seiner Frau vor. Auch Tatjana Festerling fehlte erneut bei Pegida. Während Bachmann daheim feierte, drehten seine Anhänger eine Mini-Runde durch die Innere Neustadt, vorbei an den lautstarken Gegendemonstranten am Albertplatz, danach zur Königsstraße und über die Hainstraße zurück zum Bahnhof.

Dabei blieb nach ersten Erkenntnissen alles ruhig. Die befürchteten Störenfriede aus Neonazis und Hooligans hatte die Polizei bereits weit vorab einkassiert. Die hatten sich am „Ackis“ am Straßburger Platz getroffen, um per Straßenbahn in die Neustadt zu fahren. Die Polizei, mit insgesamt 500 Beamten im Einsatz, hatte die rund 70 Personen jedoch im Blick und stoppte die Bahn am Rosa-Luxemburg-Platz. Nach und nach wurde das Grüppchen erkennungsdienstlich behandelt und zurück über die Elbe geschickt. Da sich einige der Personen der Maßnahme widersetzten, setzten die Beamten Pfefferspray ein.

 

Neues Deutschland hetzte wie folgt:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1012731.pegida-marschiert-an-dresdner-neustadt-vorbei.html

Pegida marschiert an Dresdner Neustadt vorbei

Vier Demonstrationen gegen Fremdenfeinde angemeldet / Neonazis riefen zu Angriffen auf Viertel auf

In der letzten Zeit stagnierte die Teilnehmerzahl bei den fremdenfeindlichen Pegida-Aufmärschen. Am Abend wollte das Bündnis in der Dresdner Neustadt aufmarschieren – Neonazis und Hooligans drohten mit Gewalt.

Im Dezember 2015 verwüsteten Nazis und Hooligans den Leipziger Stadtteil Connewitz. Am Montagabend wollen sie zusammen mit Pegida in Dresden-Neustadt aufmarschieren.

Update 20.00 Uhr: Aufgrund der Unwetterwarnung und des einsetzenden Regens ist der Aufmarsch jetzt beendet – nicht ohne Ankündigung, am nächsten Montag wieder auf dem Altmarkt aufzumarschieren.

Update 19.55 Uhr: Den Fremdenfeinden von Pegida stellten sich heute fast ebenso viele Gegendemonstranten entgegen: Die Gruppe »Durchgezählt« schätzt die Zahl der Gegendemonstranten zwischen 1900 und 2200 als Minimum.

Update 19.35 Uhr: Am Bahnhof Neustadt sprechen nun die Pegida-Redner. Gestört von lautstarken Gegendemonstranten, die mittlerweile ebenfalls in der Nähe des Bahnhofs angekommen sind Wie erwartet, drehen sich viele der Redeversatzstücke um das Ergebnis der Präsidentenwahl in Österreich. Ein Redner der rechtsextremen identitären Bewegung in Österreich feiert das FPÖ-Ergebnis als »politisches Erdbeben«.

Update 19.15 Uhr: Pegida läuft mittlerweile wieder zurück zum Bahnhof Neustadt. Laut »Durchgezählt« marschieren heute zwischen 2000 und 2500 Menschen beim »Spaziergang« der Fremdenfeinde.

Update 18.55 Uhr: Während sich der fremdenfeindliche Aufmarsch von Pegida verzögert und auch die Übertragung im Internet noch nicht läuft, berichtet der Ticker der »SZ«, dass Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann heute nicht beim Aufmarsch sei: »Bachmann fehlt heute bei Pegida, weil seine Frau Vicky Geburtstag hat. Das sei ihm wichtiger als Pegida«, tickern die Kollegen. Genaueres ist dazu nicht bekannt.

Update 18.40 Uhr: Die ersten Gruppen von Hooligans und Neonazis haben offenbar versucht, mit der Straßenbahn in das Viertel zu gelangen. Sie wurden von der Polizei eingekesselt. Dem Pegida-Aufmarsch droht derweil offenbar Ungemach von oben – es droht ein Unwetter, was zur Auflösung der Veranstaltung führen könnte.

Update 18.25 Uhr: In der Dresdner Neustadt sind die Gegendemonstrationen gestartet. Währenddessen sammeln sich am Bahnhof Neustadt mehrere hundert Pegida-Anhänger. Einzelnen Meldungen auf Twitter zufolge versuchen mehrere Dutzend Neonazis und Hooligans mit der Straßenbahn in Richtung der Neustadt zu fahren.

Nazis drohen vor Pegida-Demonstration unverhohlen mit Gewalt

Nicht nur das fremdenfeindliche Pegida-Bündnis selbst, auch viele Neonazis und Hooligans rufen dazu auf, am Montagabend in der Dresdner Neustadt aufzumarschieren. An gleich vier Orten sind Gegenproteste angemeldet. Trotz Aufrufe von Rechts beispielsweise in Form von Postings in sozialen Netzwerken, in denen unter anderem brennende Gebäude am Albertplatz, einem Treffpunkt der Gegendemonstranten, und der Schriftzug »Antifa zerschlagen! Wir geben niemals nach!« gezeigt wurden, erwartete die Polizei Dresden zunächst laut »Dresdener Neueste Nachrichten« einen »normalen Pegida-Montag«, so ein Polizeisprecher. Am Nachmittag erklärte die Polizei dann via Twitter, dass sie die Aufrufe wahrgenommen hatte und ihre Planungen entsprechend angepasst hat.

Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtete.

Dresden Pegida in der Neustadt – vier Gegendemos

http://www.mdr.de/sachsen/pegida-demonstriert-in-der-dresdner-neustadt-100_zc-ecc53a13_zs-570f6b3d.html

Etwa 2.000 Menschen haben sich am Montagabend in Dresden Pegida entgegengestellt. Das meldet die Forschungsgruppe „Durchgezählt“. Die Organisation Gepida (Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter) hatte insgesamt vier Gegendemonstrationen angemeldet.

Pegida-Demo in der Neustadt

Der Kundgebung des islam- und asylfeindlichen Bündnisses Pegida im Stadtteil Neustadt schlossen sich laut „Durchgezählt“ etwa 2.000 bis 2.500 Menschen an. Ein kurzer „Spaziergang“ führte vom Schlesischen Platz zum 500 Meter entfernten Albertplatz, wo es zu einem Aufeinandertreffen mit Gegendemonstranten kam. Die Polizei hielt beide Lager getrennt. Zwischenfälle gab es Reporterangaben zufolge keine.

Die Neustadt gilt als linksalternativer Stadtteil. Viele Anwohner nahmen Pegidas Präsenz als Provokation wahr. Per YouTube-Video hatte Pegida-Chef Lutz Bachmann am Montagnachmittag mitgeteilt, man habe den Ort auf Bitten der Versammlungsbehörde gewählt. Für Gewaltaufrufe von „Trittbrettfahrern“ könne man nichts.

Mehrere Hooligans in Polizei-Gewahrsam

Die Polizei setzte „weitaus mehr Beamte“ ein, als an einem normalen Pegida-Montag. Das bestätigte ein Sprecher MDR SACHSEN. Bis zum Nachmittag hatte es geheißen, man erwarte einen „friedlichen Demonstrationsverlauf“ und einen „allmontäglichen Einsatz“. Nachdem in sozialen Netzwerken zu Gewalt gegen Pegida-Gegner aufgerufen wurde, erhöhte die Polizei die Alarmbereitschaft.

In Erscheinung trat vor allem die Organisation „Ultras & Hooligans Deutschland“. Auf deren Facebook-Account war dazu aufgerufen worden, an der Pegida-Demonstration teilzunehmen, um „linksextreme Gewalt zu bekämpfen“. Eine Straßenbahn, in der die Teilnehmer geschlossen Richtung Neustadt unterwegs waren, wurde von der Polizei gestoppt. Die Beamten mussten gegen einige der vermummten Männer Pfefferspray einsetzen. Einige von ihnen blieben mehrere Stunden lang in Gewahrsam.

Bildergalerie Pegida und Gegenprotest in Dresden

Pegida und Gegendemonstranten trafen am Montag am Dresdner Albertplatz aufeinander. Die Polizei hielt beide Seiten getrennt. Auch eine Gruppe Hooligans wollte sich Pegida anschließen. Das ging jedoch schief.

 

Aufruf und Hetze gegen PEGIDA:

[DD] 23.05. – Sie marschieren in deinen Kiez, aber wo bist du?

Verfasst von: Insurrectionistisch Aktion. Verfasst am: 19.05.2016  https://linksunten.indymedia.org/de/node/179457

  1. Mai 2016 – 0:00. Kommentare: 10

Nazis – Sie marschieren in deinen Kiez, aber wo bist du? Am 23.05. wollen tausende Faschos in Form von Pegida durch die Neustadt marschieren. Zuletzt haben sie das am 21.12. letzten Jahres versucht. Damals ging ein Aufschrei durch die Neustadt und trotz Allem konnte eine große Gruppe Nazis ungestört randalieren, Menschen angreifen und zum Teil schwer verletzen. Heute stoßen gewalttätige Faschos in das gleiche Horn und die ach so „alternative“ und „hippe“ Neustadt? Sie schweigt.

Das alles lässt uns eine Frage stellen liebe Neustädter:

Was zur Hölle ist eigentlich mit euch los?! Was muss eigentlich noch passieren, damit ihr euch aufrafft, euch diesem Mob entgegen zu stellen? Müssen erst Menschen sterben, bevor ein angeblich alternatives Szeneviertel sich zur Wehr setzt und sagt: Bis hier her und nicht weiter? Wo sind die ganzen „Refugees Welcome“ Shirts, wo sind die „bunten“ Neustädter, wenn es darum geht, wirklich einen Unterschied zu machen? Wie kann es sein, dass tausende an Pseudo-Events wie Herz-statt-Hetze, Postplatzkonzerten oder Tolerade teilnehmen, aber wenn es darum geht sich effektiv zu positionieren sitzt die „alternative“ Szene zu Hause oder im Park oder in beschissenen Szene-Cafés und schlürft Latte Macchiato!

Was aber macht die radikale Linke in Dresden? Muss auch für euch erst der eigene Kiez brennen? Müssen unsere Zentren angegriffen werden? Müssen erst die eigenen Viertel zu No-Go-Areas werden?

Die Untätigkeit der radikalen Kräfte im Angesicht dieser Bedrohung ist beschämend und wir müssen uns alle nicht wundern, dass Dresden schon so richtig am Arsch ist. Ja es ist viel zu tun, ja wir sind wenige. Aber wollen wir deshalb jetzt einfach zu sehen, wie dieser Pöbel die Straßen übernimmt?

Wir haben die Schnauze voll! Wir ertragen es nicht mehr, dass jedes Wochenende Faschos in unserem Viertel Party machen, wir dulden es nicht mehr, dass auch das letzte halbwegs sichere Viertel in Dresden vor die Hunde geht und schon gar nicht werden wir es ertragen, dass ein Mob aus tausenden Pseudofaschos durch unsere Straßen läuft. Wenn ihr noch einen letzten Rest von Kiez in euch habt, dann werdet auch ihr das nicht ertragen. Dann werdet auch ihr die schwarzen Kapuzenjacken aus dem Schrank holen und euch uns anschließen!

Schließt euch dem Gegenprotest an oder stört dezentral – Organisiert euch, bildet Banden und stellt euch in den Weg, mit allen Mitteln: Baut Barrikaden, jagt Nazis aus der Stadt, lasst es krachen! Am 23.05. Pegida aus der Neustadt jagen!

 

Die Morgenpost in ihrer Art:

Dresden drohen Straßenkämpfe! Hooligans verbünden sich mit PEGIDA

https://mopo24.de/nachrichten/hooligans-dresden-lutz-bachmann-verbuenden-sich-mit-pegida-und-rufen-zum-kampf-in-der-neustadt-auf-68736

Dresden – Endet der Montag mit einer Gewaltorgie in Dresdens Neustadt? Die „Ultras & Hooligans Deutschland“ rufen dazu auf, sich PEGIDA anzuschließen und die Linken in der Neustadt zu bekämpfen.

Was passiert am Montag, wenn Linke auf PEGIDA, Hooligans und Rechte in der Neustadt treffen? Diese Mischung könnte schlimme Folgen haben…

„Linksextreme Gewalt bekämpfen – holen wir uns die Neustadt“. Diese Ankündigung steht seit ein paar Tagen bei Facebook. Eine Seite, deren Anhänger teilweise auch gewaltbereite Hooligans und Rechte sind, fordert die gut 116.000 Anhänger auf, PEGIDA in der Neustadt zu unterstützen.

„Zeigen wir durch diszipliniertes Verhalten und Zusammenhalt das wir auf der Straße regieren – unterstützen wir diese Veranstaltung“, heißt es weiter.

Lutz Bachmann (43) wollte bereits im Februar in die Dresdner Neustadt, scheiterte aber wegen Sicherheitsbedenken.

PEGIDA-Chef Lutz Bachmann (43) hat für Montag, 23.5.2016, eine Demonstration um 18.30 Uhr am Schlesischen Platz angemeldet. Danach will er durch die Neustadt ziehen.

Die Hooligans treffen sich schon um 17.30 Uhr am Straßburger Platz und laufen dann gemeinsam zum Bahnhof Neustadt. „Bringt Banner und Fahnen mit. Disziplin steht an oberster Stelle“, lautet der Aufruf bei Facebook.

Dagegen wurden bereits vier Protestveranstaltungen angemeldet, wie „GEPIDA“ auf seiner Facebook-Seite mitteilt. Die Gegendemonstranten versammeln sich an verschiedenen Punkten ab 18 Uhr in der Neustadt.

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