PEGIDA Veranstaltung am 4. Juli 2016

Gerd Medger – 09.07.2016

Gesamteindruck

Schönes Sommerwetter, voller Versammlungsplatz.

Teilnehmer bejubelten die Wiederholung der österreichischen Präsidentschaftswahl.

Gute Gastredner, welche die Probleme direkt nannten.

Beeindruckend lange Reihen beim Spaziergang.

Eine Handvoll Linker grölten wieder Ihre Losungen: „Nazis raus!“

Es war noch deutlicher zu spüren: es knistert und brodelt im Volk, und das Volk ist nicht mehr bereit, die Lügenpolitik anzuerkennen.

Viele interessante und neue Plakate und Losungen waren zu sehen.

EPOCH Times berichtet erneut sehr ausführlich. Die andern Medien übten sich in Zurückhaltung (Sächsische Zeitung) oder berichteten überhaupt nicht (Dresdner Neueste Nachrichten, Morgenpost und der zwangsfinanzierte Mitteldeutsche Rundfunk).

Die Leser und Zwangszuschauer sollen also nicht erfahren, wie es im Volke kocht.

Wenn sie über PEGIDA berichten, nennen sie nur Nebensächlichkeiten.

Helene aus Chemnitz sagte zu den Reibereien innerhalb der Bewegung: „Verdammt noch mal, wir sitzen alle im gleichen Boot. Kneift euren A**** zusammen und lasst uns alle wieder an einem Strang ziehen!“. Es folgte Großer Applaus.

Verlauf der Veranstaltung und Inhalt der Reden

Gesamtaufzeichnung ( 2 h)

Informationen und Grüße von Lutz Bachmann. Er konnte wegen einer Operation und Krankenhausaufenthalt seiner Frau nicht teilnehmen.

Die Presse schlachtete das genüßlich aus.
EPOCH TIMES berichtet:

Pegida-Demo bejubelt die Wiederholung der österreichischen Präsidentschaftswahl

Epoch Times, Montag, 4. Juli 2016

Dresden erlebte heute technische Pannen und eine durchwachsene Redner-Auswahl. Pegida-Gründer Lutz Bachmann fehlte aus dringenden persönlichen Gründen. Der Live-Ticker.

Ausführlich:

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/pegida-demo-dresden-bejubelt-wiederholung-der-oesterreichischen-praesidentschaftswahl-4juli2016-a1341634.html

Rede von Siegfried Daebritz

Er sagte zu Heiko Maas (Bundesjustizminister): „Wenn Ihr Beifall wollt, müßt Ihr ihn Euch verdienen“. Die Politiker könnten nicht davon ausgehen, daß das Volk ihre Auftritte widerspruchslos hinnehmen werde.

Er sprach über die sächsischen Abschiebungszahlen und Neuankünfte. Er zitierte dabei den Innenmister Ulbig, welcher erklärte, die Abschiebung von Nordafrikanern gestalte sich schwierig durch mangelnde Kooperationsbereitschaft der nordafrikanischen Staaten. Auch gebe es immer wieder Probleme, die abzuschiebenden Menschen zu finden.

Er informierte weiter, daß ein mit ihm befreundeter Beamter kolportiert habe, daß bei Bootsmigranten eine Deutschlandkarte gefunden wurde, in der die ostdeutschen Bundesländer rot eingekreist waren und in arabischer Sprache als „No-go-Area“ bezeichnet wurden. (Beifall der Demonstranten).

Dann informierte er, daß (nur) 54 Flüchtlinge bei Dax-Konzernen angestellt wurden.

Zum Thema, daß jetzt angeblich weniger internationale Experten und Wissenschaftler in Dresden arbeiten wollten – wegen Pegida und dem angeblich fremdenfeindlichen Klima, zitierte er einen ihm bekannten ausländischen Forscher, der froh sei, in Dresden gelandet zu sein: „Hier ist noch Deutschland, in Köln ist man praktisch im Nahen Osten“.

Die Teilnehmer jubelten als er sagte, daß Österreichs Präsidentschaftswahl wiederholt wird und Wahlbeobachter der OSZE das Ganze im Auge haben sollen.

Teil 1: (11 Min.)

Teil 2: (8 Min.)

Rede von Brigitta. Sie fordert den Austritt aus der Nato  (8 Min.)

Eine Bürgerrednerin namens Brigitta forderte den Austritt aus der NATO und einen Ausstieg aus dem US-amerikanischen Finanzsystem.

Stattdessen solle sich Deutschland den BRICS-Staaten zuwenden.

Sie nannte die Freundschaft von China und Rußland beispielhaft und zukunftsweisend und zitiert aus Putins Abschlußerklärung bei dessen aktuellem Besuch in Peking.

Bei der Erwähnung des TTIP riefen die Demonstranten „Pfui“.

Die Europäer würden die Chance verlieren, an einem pan-eurasischen Wirtschaftskorridor Teil zu haben, falls sie TTIP unterzeichnen, meinte sie.

Rede von Rudi Ehemaliger Berufssoldat der DDR  (4 Min.)

Er berichtete, daß er als neunjähriger miterlebte, wie eine russische Panzerkette eine alte Frau überfuhr. Dies sei eine Schande gewesen.

Aber ebenso schändlich seien der Vietnamkrieg und der Einmarsch in Prag gewesen, dem er sich als damals als Soldat der DDR verweigerte.

Rudi kritisierte, daß er durch seine Befehlsverweigerung alles verloren habe und keine Rente bekomme, ganz im Gegensatz zu Angela Merkel, die kein Mitglied der SED gewesen sein will, aber in Rußland studiert habe.
Rede von Petra Bringen Flüchtlinge das zweite Wirtschaftswunder  ( 4 Min.)

Sie beleuchtete die Aussage „die Flüchtlinge bringen uns ein zweites Wirtschaftswunder“.

Widerstand-Chöre der Demonstranten.

Wie könne man das erste Wirtschaftswunder von Menschen mit hoher Bildung und eigener Kultur mit der aktuellen Situation vergleichen, in dem Menschen mit „durchschnittlich ungenügender Bildung“ aus einer Kultur mit anderem Menschenbild hier ankämen, fragte sie.

Rede von Helene aus Chemnitz

Teil 1 (11 Min.)

Teil 2 ( 6 Min.)

Sie habe sich einige Monate zurückgezogen erzählte sie. Inzwischen habe sich viel verändert in „der Pegida-Familie“, sagte sie in Anspielung auf interne Streitereien.

Danach sagte sie dazu ihre Meinung dazu, die lautet:

„Verdammt noch mal, wir sitzen alle im gleichen Boot. Kneift euren A**** zusammen und lasst uns alle wieder an einem Strang ziehen!“.

Großer Applaus.

Nun beleuchtete sie die verschiedenen heiklen Gesetze, die gerade im Windschatten der EM durchgewunken wurden. Fracking-Gesetz, Anti-Terror-Paket und Erbschaftssteuer-Reform. Diese stehen nur in einer langen Reihe von unbeliebten Gesetzen, die während vergangener Fußball-EMs und WMs beschlossen wurden.

Die Hymne wird gesungen und die Veranstaltung beendet.

Daebritz erklärt, daß nächste Woche ausnahmsweise keine Pegida-Veranstaltung stattfindet, weil die vielen Helfer auch mal 10 Tage Urlaub am Stück bräuchten. Das müsse man verstehen.

Darstellung in den anderen Medien

Die Sächsische Zeitung schreibt:

Politische Kundgebung in Innenstadt

Am Montagabend haben erneut die Unterstützer von Pegida im Stadtzentrum demonstriert.

Die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, die sich auf ihrem Youtube-Kanal als „Europas größte Bürgerbewegung“ bezeichnen, trafen sich um 18.30 Uhr auf dem Altmarkt. Nach einem Redebeitrag von Pegida-Mitglied Siegfried Däbritz begaben sich die Teilnehmer auf einen kurzen Rundkurs durch das Zentrum. Auf diesen folgte eine Abschlusskundgebung, auf der vier Demonstrantinnen und Demonstranten am „offenen Mikrofon“ das Wort ergriffen.

http://www.sz-online.de/nachrichten/politische-kundgebung-in-innenstadt-3435919.html

Dresdner Neueste Nachrichten

Demonstration Pegida demonstriert in Dresden ohne Bachmann

http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Pegida-demonstriert-in-Dresden-ohne-Bachmann

Lutz Bachmann fehlte am Abend bei der Dresdner Pegida-Demonstration. Auch die Zuhörer, die den Reden auf dem Altmarkt folgten, war nicht sehr zahlreich.

Mit deutlicher Verspätung und ohne Lutz Bachmann hat Pegida am Abend im Stadtzentrum demonstriert. Ursache der Verspätung waren Technikprobleme, so Bachmanns rechte Hand Siegfried Däbritz. Der Pegida-Mitbegründer fehlte, weil seine Frau im Krankenhaus lag. Auf dem Altmarkt hörten schließlich etwas mehr als 1000 Menschen zu als Däbritz sprach. Dem Demonstrationszug durch die Innenstadt schlossen sich später mehr Menschen an.

Ohne eigenen Demonstrationsaufruf versammelten sich kleine Gruppen, um gegen die Pegida-Anhänger zu protestieren. Die größte dieser Gruppen, einige Dutzend Menschen, fand sich am Pirnaischen Platz ein und machte dort mit Sprechchören gegen die Bewegung von Bachmann Front.

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