Terroranschlag in Manchester war letztendlich von britischer Regierung hausgemacht

Kay Hanisch – 01.06.2017

Der Terroranschlag im britischen Manchester, bei dem sich Ende Mai ein junger Libyer namens Salman Abedi in die Luft sprengte und 22 Menschen tötete, ist eine direkte Folge der britischen Außen- und Kriegspolitik und somit von der Regierung der Konservativen Partei und dem früheren Premierminister David Cameron zu großen Teilen zu verantworten.
Seit den 80iger Jahren war Großbritannien ein sicherer Hafen für libysche Islamisten, welche von der Londoner Regierung politisch unterstützt wurden, weil sie die Herrschaft des sprunghaften, anti-imperialistischen Revolutionsführers Muammar al-Ghaddafi bekämpften.
Dieser unterstützte zahlreiche anti-koloniale Bewegungen auf der ganzen Welt und stellte sich dem westlichen Einfluss in Afrika entgegen.
2011 bedienten sich dann die NATO-Staaten unter der Führung von Frankreich, Großbritannien und den USA der radikalen Islamisten, um Ghaddafi endgültig loszuwerden, ihn zu ermorden und seine halb-sozialistische Räterepublik („Jamahiriya“) zu zerstören.


Libyen stürzte ins Chaos und heute bekämpfen sich dort drei konkurrierende „Regierungen“ und zahlreiche Milizen.
Die von den Islamisten erhoffte und ihnen vom Westen versprochene „Befreiung“ nach dem Sturz Ghaddafis blieb aus. Auch der Manchester-Attentäter hatte an der Seite seines Vaters, der zum libyschen Al-Qaida-Ableger LIFG gehörte, am NATO-Feldzug gegen das Land teilgenommen. Vom Westen eingesetzte Marionettenpolitiker verschacherten nun die letzten Reste des einst von Ghaddafi aufgebauten Staates an ausländische „Investoren“ und der Krieg ging nun als Bürgerkrieg der untereinander zerstrittenen „Rebellen“ weiter. Dem Westen war dies egal – er wollte nur Kasse machen! Der Zorn über die Gleichgültigkeit, mit der die NATO-Staaten Libyen erst in den Abgrund stießen und nun sich selbst überließen war einer der Hauptgründe für Abedis Anschlag in Manchester.
Den westlichen Völkern kommt auch eine Mitverantwortung zu. Solange sie die NATO-Anbeter wie Merkel, Cameron, Macron etc. wählen, welche den Krieg in fremde Staaten tragen, müssen sie sich nicht wundern, wenn dieser als Terrorismus zurückschwappt.
Einer der wenigen Spitzenpolitiker die das erkannt und öffentlich ausgesprochen haben, ist der neue britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn. Dieser linke Sozialdemokrat alter Schule war 2011 übrigens einer von nur 13 britischen Abgeordneten (von insgesamt 650), die gegen den Überfall auf Libyen stimmten.

 

Kay Hanisch – 01.06.2017

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