Völkerwanderungen und die moderne Naivität

in Contra-PunktContra-Spezial 17. August 2016

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass größere Völkerwanderungen niemals friedlich abliefen. Warum sollte es heutzutage anders sein? Heute sind die Europäer wie damals die Inka: naiv.

Von Marco Maier

 

Als die Hunnen etwa um das Jahr 375 nach Europa einfielen, lösten sie eine Völkerwanderung aus. Goten und Vandalen aus dem Osten des Kontinents machten sich in großen Fluchttrecks nach Westen auf und setzten so dem ohnehin schon maroden Weströmischen Reich wohl – vereinfacht gesagt – den Todesstoß. Auch später, als unzählige Europäer sich auf nach Amerika machten, mussten die Reiche und Stammesgebiete der Indianer nach und nach den Siedlungen und Herrschaftsansprüchen der Neuankömmlinge weichen.

Diese beiden unterschiedlichen und dennoch anschaulichen Beispiele sind beispielhafte historische Ereignisse. Auch an anderen Orten gab es mehr als genug solcher Verdrängungs- und gar Vernichtungsprozesse, die zur Dezimierung und teils gar zur Vernichtung ganzer Völker und Kulturen führte. Jene Menschen in den eroberten Gebieten, die überlebten, mussten sich dann jeweils unterordnen und assimilieren, bzw. gingen nach und nach in einer Mischbevölkerung auf. Wer nun glaubt, dass diese Zeiten vorbei sind und sich die Menschheit weiterentwickelt habe, der ist völlig naiv. Eine „friedliche multikulturelle Gesellschaft“ wird es nicht geben, da die dominantere Kultur stets die Normen und Regeln festlegen wird – außer man macht es wie Singapur oder Malaysia und regiert das Land mit harter Hand.

Europa hat schon in den vergangenen Jahrzehnten Millionen von Menschen aus den ehemaligen Kolonien, sowie aus der Türkei und diversen asiatischen Ländern aufgenommen. Im Zuge der jüngsten Flüchtlingskrise sind weitere Millionen hinzugekommen und noch viele weitere Millionen mehr haben sich bereits auf den Weg gemacht oder werden in den kommenden Jahren noch versuchen, Europa zu erreichen. Das hat auch enorme gesellschaftliche Auswirkungen, zumal es sich zumeist um junge Männer handelt und ein Männerüberschuss bringt ein enormes gesellschaftliches Konfliktpotential mit sich. Das sind dann die vielgescholtenen „Rapefugees“, die ihre sexuellen Triebe dann bei (Gruppen-) Vergewaltigungen ausleben. Doch das ist nur ein Nebenaspekt.

Der Hauptaspekt ist jener, dass gerade die europäischen Gesellschaften als „schwach“ gelten: Demographisch auf der Kippe (zu wenig Kinder, Überalterung), gesellschaftspolitisch nicht abwehrbereit (Refugees Welcome, Kritiker sind gleich Nazis), die „ge-gender-mainstream-ten“ Männer verweichlicht und die Staaten von oftmals gekauften Politikern regiert. In solch ein schwaches Gebilde dringen die Starken ein. Wenn zu den rund 510 Millionen Menschen die heute in den Ländern der EU leben bis 2050 noch weitere 20-25 Millionen Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten kommen, werden sich vor allem in den Hauptaufnahmeländern in Mittel- und Nordeuropa gesellschaftlich massiv verändern.Die mittel-osteuropäischen Staaten sind für Zuwanderer ohnehin nicht attraktiv genug.

Geht man von dem Punkt aus, dass dieses Wohlfahrtsmagnet-Kerneuropa in etwa rund 250 Millionen Einwohner hat, wovon schon jetzt in etwa 15 Prozent (35-40 Millionen Menschen) außereuropäische Wurzeln haben, würde dies bis in etwa 35 Jahren zu mehr als 60 Millionen Menschen mit Wurzeln aus diesen Regionen führen. Menschen, die im Schnitt jünger sind und auch mehr Kinder haben. Faktisch führt dies zu einer schleichenden Kolonisation Europas, nachdem die Europäer zuvor lange Zeit andere Regionen kolonialisierten. Und diese eroberten große Reiche wie jenes der Inka mit ein paar Hundert abgerissener Söldner – und weil sie wegen ihrer weißen Haut als „göttliche Gesandte“ angesehen wurden, konnten sie das auch schaffen.

Heute werden die „Flüchtlinge“ als sakrosankt angesehen und jeder der sich kritisch äußert, muss mit negativen Konsequenzen rechnen. Neun „Schutzsuchende“ aus dem Irak vergewaltigten in der Silvesternacht in Wien eine Deutsche? Wer glaubt, dass diese „armen Flüchtlinge“ mit einem Arschtritt hochkant wieder zurück in den Irak geschickt werden, wird sich noch ansehen. Der Druck diverser NGOs wird schon ausreichen, dass sie mit einer Bewährungsstrafe davonkommen werden (weil: man muss ja die „kulturellen Differenzen“ berücksichtigen) und sich dann denken, man habe ja ohnehin nichts Falsches gemacht. Die nächsten vergewaltigten Frauen werden sich dann dafür bei den Verantwortlichen bedanken. Auch wenn hier auch ein kleiner Unterschied zu den Spaniern damals besteht, die Grundrichtung ist dieselbe. Und auch das Ergebnis wird schlussendlich nicht viel anders ausfallen.

https://www.contra-magazin.com/2016/08/voelkerwanderungen-und-die-moderne-naivitaet/

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