Vorzeigeflüchtlinge?

Elke Fuchs – 18.09.2016

„Terrorzelle in Stormarn“, so lautet die Schlagzeile der DLZ vom 14.09.2016 auf Seite 1. Aus der Zweitüberschrift „Drei Syrer als mutmaßliche IS-Schläfer in Flüchtlingsunterkünften festgenommen“ erkennt der Leser, woher die Personen kommen.

Es heißt u.a.: Die drei wegen Terrorverdachts festgenommenen Syrer hatten nach ersten Erkenntnissen einen Bezug zu den Attentaten in Paris im November 2015, wie Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) am Dienstag sagte. Es spreche alles dafür, dass dieselbe Schlepperorganisation, die bei den Attentätern von Paris aktiv gewesen sei, auch diese drei als Flüchtlinge getarnten Männer nach Deutschland gebracht habe. Auch spreche alles dafür, dass die Reisedokumente aus der gleichen Werkstatt stammten.

Die drei Festgenommenen wurden nach der erkennungsdienstlichen Behandlung nach Karlsruhe geflogen. Einer wurde dem Bundesgerichtshof vorgeführt.

De Maiziere erklärte, dass die Männer bereits über Monate observiert wurden. Eine Gefahr sei von ihnen nicht ausgegangen. Woher will der Herr Minister das so genau wissen? Neben der Festnahme wurden vier Objekte durchsucht. 200 Polizisten waren für diese Aktion im Einsatz.

Ein Reporter der DLZ fühlte sich gleich bemüßigt, in seinem Kommentar „Jetzt erst recht“ auf Seite 2 der gleichen Ausgabe Warner als selbsternannte Asylkritiker zu bezeichnen, deren behauptete Befürchtungen jetzt bestätigt würden. Im Folgesatz muss er allerdings zugeben, dass die Befürchtungen sich in der Tat nicht wegdiskutieren lassen! Abhilfe könne nur geschaffen werden, wenn die Menschen aus den Sammelunterkünften herausgeholt würden. Die Bürger müssten jetzt erst recht die Hand ausstrecken.

Die Logik ist bestechend. Wenn eingeschleuste Terroristen nicht in Sammelunterkünften, sondern in schicken Wohnungen oder vielleicht in warmherzigen Familien untergebracht sind, dann vergessen sie ihre Aufgabe und bleiben friedlich. Da könnte der Kommentator doch ein gutes Werk tun, wenn er mit gutem Beispiel vorangeht und bei sich zu Hause arme Flüchtlinge aufnimmt. Da leistet er überdies auch noch ganz effektive Terrorabwehr!

In der DLZ-Ausgabe vom 15.09.2016 wird das Thema weiter behandelt. Gleich auf der ersten Seite lautet die Überschrift „Verdächtige in U-Haft“ und auf S. 4 „Verdächtige Flüchtlinge frühzeitig überwacht – Mutmaßliche IS-Terroristen gleich nach Feststellung von Auffälligkeiten observiert“.

Es wird berichtet, dass die Behörden in zwei Fällen 10 Tage und in einem Fall 20 Tage nach der erkennungsdienstlichen Behandlung feststellten, daß die Männer mit falschen Pässen eingereist waren. Man hätte also durchaus eine Menge über diese Leute gewusst, deshalb auch die Überwachung.

Weshalb werden solche Betrüger nicht sofort festgenommen und ausgewiesen? Und warum bekommen diese Leute überhaupt Leistungen nach dem Asylgesetz, wenn schon feststeht, dass sie keine Asylanten sind?

In dem Artikel auf Seite 1 wird berichtet, dass ein Teil dieser Personen als Vorzeige-Flüchtlinge galten!  Wer sorgte für diese Einschätzung? Kann überhaupt nach so kurzer Zeit eine solche Bewertung abgegeben werden?

Wie die ganze Berichterstattung zeigt, waren die Festgenommenen keine harmlosen schutzsuchenden Leute, sondern mindestens eine betrügerische Gruppe. Wer es nötig hat, mit falschen Pässen in ein fremdes Land einzudringen, hat keine guten Absichten!

Am Tage wird der arme bedauernswerte traumatisierte Verfolgte  gespielt, doch was in den Nächten geschieht, weiß kein Mensch.

Die Menschen befinden sich in einem „Tanz auf dem Vulkan“ und blenden alles aus, was zur Erkenntnis der Lage und zur Rettung führen könnte.

Der Schlager Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da, die Nacht ist dazu da, dass etwas geschieht, gesungen von Gustaf Gründgens in dem Film „Der Tanz auf dem Vulkan“, zeigt, dass wesentliche Entscheidungen nächstens in Geheimsitzungen von Hintergrundmächten getroffen werden. Die sichtbaren Marionetten auf der Weltbühne sind nur die ausführenden Organe für Befehle der Hintergrundmächte!

 

Elke Fuchs, 18.09.2016

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