Gastautor Frank-Roland Gabler  –  Sehr geehrte Damen und Herren,

aus gegebenem Anlaß erinnere ich Sie an die Schlüsselrede des damaligen SPD-Vorsitzenden Otto Wels zum Ermächtigungsgesetz, gehalten im Reichstag am 23. März 1933. Besonders die SPD-Fraktion möge sich dieser Worte erinnern!

http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/pdf/deu/German_6.pdf

SPD-Vorsitzender Otto Wels am 23. März 1933

Meine Damen und Herren!

Der außenpolitischen Forderung deutscher Gleichberechtigung, die der Herr Reichskanzler erhoben hat, stimmen wir Sozialdemokraten um so nachdrücklicher zu, als wir sie bereits von jeher grundsätzlich verfochten haben. Ich darf mir wohl in diesem Zusammenhang die persönliche Bemerkung gestatten, dass ich als erster Deutscher vor einem internationalen Forum, auf der Berner Konferenz am 3. Februar des Jahres 1919, der Unwahrheit von der Schuld Deutschlands am Ausbruch des Weltkrieges entgegengetreten bin.

Nie hat uns irgendein Grundsatz unserer Partei daran hindern können oder gehindert, die gerechten Forderungen der deutschen Nation gegenüber den anderen Völkern der Welt zu vertreten. Der Herr Reichskanzler hat auch vorgestern in Potsdam einen Satz gesprochen, den wir unterschreiben. Er lautet: Aus dem Aberwitz der Theorie von ewigen Siegern und Besiegten kam der Wahnwitz der Reparationen und in der Folge die Katastrophe der Weltwirtschaft. Dieser Satz gilt für die Außenpolitik; für die Innenpolitik gilt er nicht minder.

Auch hier ist die Theorie von ewigen Siegern und Besiegten, wie der Herr Reichskanzler sagte, ein Aberwitz. Das Wort des Herrn Reichskanzlers erinnert uns aber auch an ein anderes, das am 23. Juli 1919 in der Nationalversammlung gesprochen wurde. Da wurde gesagt: Wir sind wehrlos, wehrlos ist aber nicht ehrlos. Gewiss, die Gegner wollen uns an die Ehre, daran ist kein Zweifel. Aber dass dieser Versuch der Ehrabschneidung einmal auf die Urheber selbst zurückfallen wird, da es nicht unsere Ehre ist die bei dieser Welttragödie zugrunde geht, das ist unser Glaube bis zum letzten Atemzug.

Das steht in einer Erklärung, die eine sozialdemokratisch geführte Regierung damals im Namen des deutschen Volkes vor der ganzen Welt abgegeben hat, vier Stunden bevor der Waffenstillstand abgelaufen war, um den Weitervormarsch der Feinde zu verhindern. Zu dem Ausspruch des Herrn Reichskanzlers bildet jene Erklärung eine wertvolle Ergänzung. Aus einem Gewaltfrieden kommt kein Segen; im Innern erst recht nicht. Eine  wirkliche Volksgemeinschaft lässt sich auf ihn nicht gründen. Ihre erste Voraussetzung ist gleiches Recht. Mag sich die Regierung gegen rohe Ausschreitungen der Polemik schützen, mag Sie Aufforderungen zu Gewalttaten und Gewalttaten selbst mit Strenge verhindern. Das mag geschehen, wenn es nach allen Seiten gleichmäßig und unparteiisch geschieht, und wenn man es unterlässt, besiegte Gegner zu behandeln, als seien sie vogelfrei.

Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht. Nach den Verfolgungen, die die Sozialdemokratische Partei in der letzten Zeit erfahren hat, wird billigerweise niemand von ihr verlangen oder erwarten können, dass sie für das hier eingebrachte Ermächtigungsgesetz stimmt. Die Wahlen vom 5. März haben den Regierungsparteien die Mehrheit gebracht und damit die Möglichkeit gegeben, streng nach Wortlaut und Sinn der Verfassung zu regieren. Wo diese Möglichkeit besteht, besteht auch die Pflicht.

Kritik ist heilsam und notwendig. Noch niemals, seit es einen Deutschen Reichstag gibt, ist die Kontrolle der öffentlichen Angelegenheiten durch die gewählten Vertreter des Volkes in solchem Maße ausgeschaltet worden, wie es jetzt geschieht, und wie es durch das neue Ermächtigungsgesetz noch mehr geschehen soll. Eine solche Allmacht der Regierung muss sich um so schwerer auswirken, als auch die Presse jeder Bewegungsfreiheit entbehrt. 

Ziehen wir an dieser Stelle Parallelen zu heute und besonders zur offiziellen Sichtweise der deutschen Geschichtsschreibung, die scheinbar über jeden Zweifel erhaben ist.

Grundsätzlich gilt: Das Wesen des Denkens ist der Zweifel. Folglich ist die Fähigkeit des Menschen zu zweifeln die Grundlage allen Denkens und Handelns. Das heißt: Erst das Denken mit Hilfe seines wesentlichen Instruments, des Zweifels, macht uns überhaupt zum Menschen!

Etwas weiter aufgefächert läßt sich das so darstellen: Intelligenz (von inter ligere = dazwischen herauslesen), die Fähigkeit, kritisch zu unterscheiden, zu zwei-feln (mindestens zwei Möglichkeiten zu erwägen, auch, wo dem Anschein nach nur eine gegeben ist), ist das Grundrecht des Menschen. Die Fähigkeit zu zweifeln verleiht dem Menschen die Kraft zu denken, und damit ist auch der Zweifel ein Grundrecht des menschlichen Lebens. Ohne Intelligenz, also ohne Zweifel, gibt es kein Denken, also auch keine Wissenschaft, keine Forschung und schließlich keine Erkenntnis.

Erkenntnis wiederum ist “Wahrheit” mit dem Vorbehalt späterer besserer Erkenntnis, also auch wahrerer Wahrheit – die absolute Wahrheit gibt es nicht!

Die rechtliche Kette läßt sich so darstellen: Der Mensch ist das einzige Wesen, das des methodischen Zweifels fähig ist. Erst diese Fähigkeit ergibt das Denken und macht das Denken sinnvoll. Also macht erst die Fähigkeit zu zweifeln den Menschen zum Menschen. Wer einem Menschen das Recht zu zweifeln verweigert, ganz gleich mit welchem Vorwand oder auch mit welchem Grund, der nimmt dem Menschen das, was ihn zum Menschen gemacht hat. Der nimmt ihm die Menschenwürde. Das gilt besonders im Hinblick auf die dem deutschen Volk fortwährend vorgetragene Schuld!

Die Schuldvorhaltung hat sich, je größer der Abstand zum Geschehen ist, immer mehr gesteigert. Gleichzeitig vermisse ich aus meiner Beobachtung heraus die komplexe Betrachtung der Ereignisse von damals.

Geschichte läßt sich immer nur aus der Zeit heraus begreifen!

Schauen wir auf das Diktat von Versailles. Es brachte die wirtschaftliche Katastrophe, führte zu Hitler und war gleichzeitig die Lunte für den Folgekrieg. Der Ausgang des ersten Krieges wurde durch den Kriegseintritt der USA entscheidend beeinflusst.

Wie kam es zu dem Kriegseintritt der USA?

Hier erinnere ich an die Balfour-Deklaration, ein Garantieversprechen für die Gründung des Staates Israel. Näheres hierzu offenbart die Rede Benjamin H. Freedman im Willard Hotel, Washington D.C. 1961: https://michael-mannheimer.net/2014/02/03/aus-einer-rede-benjamin-h-freedman-1961-ueber-deutschlands-unschuld-am-ersten-weltkrieg/   

Nicht auszudenken, welchen Verlauf die Geschichte ohne das Zutun der Zionisten wohl hätte nehmen können – auch besonders unter dem Gesichtspunkt der Wegnahme der deutschen Schutzgebiete mit Blick auf die heutigen Flüchtlingsströme! Man spricht von Aufarbeiten der Geschichte. Was heißt das? Aufarbeiten heißt, die Geschehnisse komplex betrachten, sich kritisch mit der Thematik auseinandersetzen!

Wer sich mit kriminalistischer Denkweise den Umstanden nähert (Täter?, Opfer?, Motiv?, Tathergang?, Beweise?), bekommt bei “Tabu-Themen” ein Problem. Schnell wird da von “Leugnen” gesprochen. Doch Leugnen heißt Lügen!

Die alliierte Wochenschau “Welt im Film 137/1948” zum Krakauer Auschwitzprozeß ist ein offenkundiges Zeitdokument: 

https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/583569?set_lang=de

Kein geringerer als Papst Benedikt sagte: “Aus der Psychologie wissen wir, dass Verschwiegenes und Verdrängtes im Menschen weiterwirkt und, wenn es keinen Ausweg findet, zur Vergiftung von innen her wird. Was im Leben des Einzelnen gilt, das gilt auch für die Völker. Unterdrückte Wahrheiten werden zu gefährlichen Mächten, die den Organismus von innen her vergiften und irgendwo herausbrechen.“ 

http://www.kulturstiftung.donauschwaben.net/aktuelles/2011_01_20_papst_vertreibung.html

Die Zeitschrift “PSYCHOLOGIE HEUTE” vom September 2012 stellt eine Publikation von Prof. Dr. Ulrich Schmidt-Denter, Univ.-Professor für Entwicklungs- und Erziehungspsychologie, mit der Überschrift “Die Nation, die sich nicht mag”, vor. Darin heißt es: “Ab der 9. Klasse wird der Holocaust Unterrichtsthema. Genau in diesem Alter kommt es zu einem “Identitätsknick” bei deutschen Schülern.”

Nachfolgende Studie von Prof. Schmidt-Denter zeigt: Die Deutschen zweifeln an sich und bieten den Migranten kein positives Selbstbild zur Identifikation an. Den Grund sieht der Wissenschaftler im einseitigen Geschichtsunterricht in Deutschland und Europa. http://schmidt-denter.de/buch_deutsche_und_ihre_migranten-interview.html

Auswüchse der verfehlten Geschichtspolitik sind Äußerungen wie “Nie wieder Deutschland!”“Mehr Volkstod wagen!”“Bomber Harris, do it again!” oder gar “Bomber Harris und die Flut, tun allen Deutschen gut!” 

Diese Haßbotschaften sind nur die Spitze des Eisberges! Absolut tödlich ist die Negation des Deutschtums durch das gestörte Selbstwertgefühl, d.h. Völkermord durch Einreden von Schuld!

Das Geschehen mit seiner ganzen Tragweite bringe ich mit nachfolgenden Zeilen auf den Punkt:

Schuldzuweisung

Was führte zu des Volks Entgleisung,

die Schuldzuweisung?!

Nach dem Krieg mit Schimpf und Schand`

ward sie kund im besiegten Land.

Nach Jahrzehnten, oh wie schön,

konnten wir die Katyn-Lüge schwinden sehn.

Durch Schuldzuweisung, es ist ein Graus,

löschten sie Unschuldigen das Leben aus.

Im Laufe der Zeit wurden auch andere Lügen kund.

Doch die Regierenden halten hierzu den Mund.

Es ist nun aufgegangen die böse Saat.

Wir können es überall sehen im deutschen Staat.

Der Schaden lässt sich kaum ermessen.

Das Volk ist verhetzt, entseelt, zersetzt und schuldbesessen.

Die Deutschen achten sich nicht mehr,

das steht ihrer Zukunft quer.

Es schauen viele Länder auf dieses Volk.

Ist Europas Untergang gewollt?!

 

Lenken wir an dieser Stelle noch kurz das Augenmerk auf den Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Besonders denkwürdig ist in diesem Zusammenhang die nachfolgende Aussage von Winston Churchill vor Gründung der EU.

https://www.deutschlandfunk.de/vor-70-jahren-in-den-haag-die-zukunft-europas-auf-dem.871.de.html?dram:article_id=417261

Fahrplan für eine europäische Einigung

Der Fahrplan für die europäische Einigung war damit vorgegeben – nicht zu schnell und nicht zu eng. Dieses Ergebnis war ganz im Sinne von Winston Churchill. Ihm ging es um Frieden und Stabilität auf dem europäischen Festland und um ein Bollwerk gegen den Kommunismus. Dass Großbritannien keinesfalls Mitglied eines wie auch immer geeinten Europas werden sollte, daraus hatte er nie einen Hehl gemacht.

Mit Blick auf die angestrebte Neue-Welt-Ordnung fügt sich das Geschehen zu einem Bild – und Wolfgang Schäuble spricht es aus: „Weil, wenn die Krise größer wird, werden die Fähigkeiten, Veränderungen durchzusetzen, größer.“ 

https://www.youtube.com/watch?v=PH5DQ3uFDJE

Zu guter Letzt noch dieses Zitat:  “In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf dieser Weise geplant war.”     Franklin D. Roosevelt

Mit nachdenklichen Grüßen Frank-Ronald Gabler